Weltmuseum Wien

Das Weltmuseum Wien ist ein Treffpunkt für Menschen und Kulturen, wo die Wertschätzung von und die Begeisterung für kulturelle Vielfalt vermittelt werden.


Direktion

Dr. Steven Engelsman
Direktor

"Im Mai 2012 wurde ich als Direktor an das ehemalige Museum für Völkerkunde in Wien berufen. Schon damals war ich mir darüber im Klaren, dass dieses Museum mit seinen einzigartigen historisch-ethnografischen Sammlungen über ein enormes Potenzial verfügt.

Nun sehe ich es als meine Hauptaufgabe an, das Weltmuseum Wien auf seinem Weg in eine glanzvolle Zukunft zu begleiten. Unser Haus ist ein Treffpunkt, an dem kulturelle Vielfalt erlebbar wird und sich die Menschen auf Augenhöhe begegnen. Willkommen im Weltmuseum Wien!"

Dr. Christian Schicklgruber
Stv. Direktor
Chefkurator

"Das Weltmuseum Wien hat sich ab seiner Gründung den außereuropäischen Kulturen und damit ‒ für lange Zeit ‒ dem Inbegriff des radikal Anderen und Fremden verschrieben.

Von der historischen Trennung in „Wir“ und „die Anderen“ haben wir uns jedoch nunmehr aus mehreren Gründen verabschiedet. Die „Anderen“ hat es nie gegeben, nie gab es zwei andere, die einander gleichen, jeder Mensch steht für sich. Demnach entlarvt sich das Die als Kennung einer Singularität, die eine bloße Konstruktion darstellt. Die „Anderen“ sind in Zeiten der modernen Globalisierung und der rezenten Migrationsströme zu einem Teil eines mannigfach kulturell geprägten „Wir“ geworden. Das zukünftige museale Narrativ wird auch die Interaktion zwischen Österreichern und Bewohnern anderer Weltteile thematisieren und so diese Trennung ein weiteres Mal obsolet machen.

Das Fremde hingegen ist geblieben. Die Welt war und ist von kultureller Vielfalt geprägt ‒ und das wird auch in Zukunft so sein. Dabei war jedoch keine der unzähligen Fremdheiten jemals eine in sich geschlossene Einheit, die globale Verflechtung prägt seit jeher die Geschichte der Menschheit.

Darüber wird das Weltmuseum Wien ab seiner Wiedereröffnung in einer „Perlenkette von Geschichten“ erzählen. Manche davon sind historisch geprägt, wobei wir explizit auch die dunklen Aspekte unserer eigenen Geschichte wie etwa den Kolonialismus und die Aneignungsgeschichte unserer Sammlungen thematisieren. Andere Geschichten entspringen dem direkten und lebendigen Kontakt mit den Menschen, aus deren Gesellschaften die Objekte in die musealen Sammlungen gelangt sind.

Eine Auswahl aus diesem Reservoir hunderttausender Dinge ‒ einem vielfältigen und facettenreichen Ensemble von Kuriositäten, Exotika, Kunstgegenständen, Geschenken und Artefakten aus wissenschaftlichen Feldforschungen ‒ soll Wertschätzung und Verständnis kultureller Vielfallt erzeugen.

Dabei werden keine exotisierenden Bilderwelten oder enzyklopädische Gesamtpräsentationen geboten. Das Museum kann die Welt nicht abbilden, wie man dies früher einmal gedacht hat. Vielmehr werden die Besucher aufgefordert, als aktive Betrachter die gebotenen Mosaiksteine zu einem eigenen Bild zusammenzufügen. Dazu will das Museum anregen um durch diese sinnliche Erfahrung zu großer Sensibilität gegenüber dem Wert kultureller Vielfallt zu gelangen.

Auf diese Weise wird die Grenze zum Fremden ‒ nicht das Fremde selbst ‒ durchlässig und durch die Erkenntnis eines gemeinsamen Menschseins schließlich aufgehoben. Die Besucher des Weltmuseums Wien sollen mit der Erfahrung der Universalität des Menschlichen nach Hause gehen. Und sie sollen wiederkommen."


KHM-Museumsverband

Das Weltmuseum Wien ist Teil des KHM-Museumsverbands, der von Generaldirektorin Sabine Haag und dem kaufmännischen Geschäftsführer Paul Frey geführt wird.

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Kuratoriumsmitglieder

Dr. Rudolf Ertl (Vorsitzender)
Univ. Prof. Dr. Theodor Öhlinger (stellvertretender Vorsitzender)
Dr. Brigitte Borchhardt-Birbaumer
HR Dr. Josef Kirchberger
MMag. Dr. Thomas Kohlert
MMag. Bernhard Mazegger
Dr. Ingrid Nowotny
Amtsdirektor Johann Pauxberger
Peter Tampier

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[pdf] Jahresbericht 2015 (7.6 MB)

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Information

Weltmuseum Wien
Neue Burg
Heldenplatz, 1010 Wien
Tel. +43 1 534 30 – 5052 oder 5053
info@weltmuseumwien.at