Geschrieben am 12.02.2013

Der Pferdestab

Projekt: Dornröschen - Folge 3

Gerard van Bussel, Kurator für Nord- und Mittelamerika am Weltmuseum Wien, küsst im Rahmen des „Projekt: Dornröschen“ einen Gedenkstab wach.

Der Gedenkstab aus Holz vermittelt in stilisierter Form ein Pferd, wobei der geschnitzte Kopf fließend über den Hals in ein Hinterbein übergeht, trotzdem aber detailliert anatomische Merkmale hervorhebt. Festgenagelte Messinguniformknöpfe mit einer Darstellung des Großen Siegels der Vereinigten Staaten dienen als Augen. Die vom Pferd in einer Schlacht erlittenen Schusswunden sind auf dem Stab mit Dellen, die Blutströme mit Rillen in roten Dreiecken dargestellt. Derartige Stäbe wurden zum ehrenden Gedenken an Pferde, die im Kampf gestorben waren, geschnitzt und figurierten in theatralischen Erzählungen. Der Gedenkstab wird Joseph No Two Horns (He Nupa Wanika; 1852–1942), einem Hunkpapa Lakota, zugeschrieben, der 1876 am Little Bighorn-Kampf teilnahm, bei dem, laut Berichten, sein Pferd getötet wurde.

 

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