Korridor des Staunens

Schaudepot

Seit 24. Jänner 2019
Die Sammlungen des Weltmuseum Wien umfassen rund 200.000 Objekte von denen lediglich 1,5 Prozent in den Ausstellungsräumen gezeigt werden können. Der größte Teil befindet sich in den Depots des Museums. Um den BesucherInnen die Vielfalt der Sammlungen zugänglich zu machen, wurde dieses Schaudepot eröffnet um weitere rund 800 Objekte ans Licht der Öffentlichkeit zu tragen.

Über das Schaudepot

Über das Schaudepot

Das Schaudepot ist in seinem Aufbau pragmatisch. Zum einen handelt es sich um ein Depot – einerseits stehen nicht die Erklärungen und Präsentation der einzelnen Objekte im Vordergrund, sondern eine pragmatische „Lagerung“ der Objekte. Andererseits pragmatisch auch im Sinne der unterschiedlichen Qualitäten: alt neben jung, heilig neben profan, selten neben Massenware, Einzelstücke neben Serien.

Der Name „Korridor des Staunens“ verstärkt den Schaucharakter der Präsentation. Es soll zum genauen Hinsehen einladen. Nicht das Vorbeigehen, sondern das Verweilen und Staunen soll das Ziel dieser Ausstellung sein. Die BesucherInnen sollen vom Ausmaß der Sammlungen als auch von der Vielfalt menschlichen Kulturschaffens begeistert werden.

Täglich außer Mittwoch
10 bis 18 Uhr

Letzter Freitag im Monat
10 bis 21 Uhr

Weltmuseum Wien

Heldenplatz
1010 Wien

Neues im Schaudepot

Verlust / Zum Gedenken an das Brasilianische Nationalmuseum

Neu im Schaudepot

In der Nacht vom 2. September 2018 brennt der Paço de São Cristóvão in Rio de Janeiro, die ehemalige Residenz der portugiesischen und später brasilianischen kaiserlichen Familien. Auch die österreichische Erzherzogin und erste Kaiserin Brasiliens Leopoldine lebte von 1817 bis zur ihrem Tod 1826 hier. Ein großer Teil der Struktur des Palastes wird zerstört.

Damit wird auch der überwiegende Teil der Sammlungen, Archive und Druckschriften des Brasilianischen Nationalmuseums, das hier seit 1892 seinen Sitz hatte, zu Asche. Mit mehr als 20 Millionen Objekten waren seine Ausstellungen Resultat der Geschichte der Institution und der herausragenden Aktivitäten im Bereich Forschung und Lehre. Die Sammlungen der Naturgeschichte, Archäologie und Ethnographie waren am stärksten vom Brand betroffen.  Sie dokumentierten das Kaiserreich und das Werden einer Nation mit ihren vielfältigen Traditionen bis heute. Sie dienten der Forschung diverser Institutionen und vernetzten Brasilien mit anderen Weltregionen. Viele Geschichten wurden in den letzten 200 Jahren mit Hilfe der Sammlungen erzählt, viele bleiben nun für immer unerzählt.

Museen sind Orte der Bewahrung und ihre Sammlungen Medien der Erinnerung, die auch emotionale Bindungen herstellen. Die museale Architektur vermittelt Beständigkeit. Unverwüstlich erscheint sie und erschaffen für die Ewigkeit. Ihre Verletzlichkeit wird durch die tragischen Ereignisse im September 2018 offensichtlich. Der Brand des Brasilianischen Nationalmuseums ist dabei leider nur ein Beispiel von kulturell bedeutsamen Stätten und Gegenständen, die in den letzten Jahrzehnten weltweit zerstört worden sind, sei es durch Naturkatastrophen, tragische Umstände oder kriegerische Handlungen.

Menschenbilder

Menschenbilder

Die menschliche Gestalt ist ein zentrales Motiv im Kunstschaffen. Nicht jede menschliche Gestalt stellt dabei einen spezifischen Menschen dar, sondern mitunter auch abstrakte Ideen oder Wesen aus anderen Welten. Andererseits können abstrakte Darstellungen auch auf reale Personen verweisen. Nicht alles ist auf den ersten Blick als menschliche Gestalt erkennbar.

Gesichter, die sich in Masken zeigen, spielen in der Kommunikation eine zentrale Rolle. Ein Gesicht löst unweigerlich Emotionen aus und es reichen oft wenige Andeutungen um die Botschaft lesen zu können. Schon die wenigen Striche und Punkte eines ☺ erzielen eine Wirkung.

Musikinstrumente

Musikinstrumente

Dinge werden im Museum zu Objekten. Dies bedeutet auch, dass sie in unterschiedliche Kategorien integriert werden. Diese stehen teilweise in keinem Zusammenhang mit der Bedeutung und Funktion der Objekte in ihren Herkunftsgesellschaften.

Doch auch diese Kategorien können uns überraschende Zusammenhänge verdeutlichen. Die hier gezeigten Instrumente, sind in vier Kategorien der Klangerzeugung eingeteilt: Membranophone (durch Schwingung einer Membran), Aerophone (durch Schwingung der Luft), Idiophone (durch Schwingung des gesamten Objekts), Chordophone (durch Schwingung von Saiten). Es mag überraschen, dass etwas in seinen Ausformungen aus unendlichen Kombinationen von Rhythmen und Melodien auf lediglich vier physikalischen Grundprinzipien basiert.

Spiel mich!

Österreichs erstes öffentliches Piano

Im Korridor des Staunens erwartet BesucherInnen das erste permanente Straßenpiano in Österreich mit fixem Zuhause . Alle BesucherInnen sind nun recht herzlich dazu eingeladen während der Öffnungszeiten des Museums auf dem Piano zu spielen.

Das Piano war eine Schenkung von  United Street Pianos von Sofia Taliani zum zweiten Geburtstag des Weltmuseum Wien.

Modelle

Modelle

Der Anspruch ethnografischer Museen lag darin, die Gesamtheit der materiellen Kultur einer Gesellschaft abzubilden. Manche Objekte konnten auf Grund ihrer Größe nur in einem begrenzten Ausmaß gesammelt werden. So begann man bereits im 19. Jahrhundert stattdessen Modelle anfertigen zu lassen um damit diese Sammlungslücken schließen zu können.

Gebäude und Boote stehen sinnbildlich für Sesshaftigkeit und Mobilität, für Ortsgebundenheit und Freiheit. Sie erzählen aber auch von der Beziehung zwischen Gesellschaft und ihrer Umwelt.

Kulturpatenschaften

Werden Sie Kulturpatin oder Kulturpate!

Haben Sie vielleicht Ihr Lieblingsobjekt im neuen Schaudepot entdeckt? Dann werden Sie doch Kulturpatin oder Kulturpate und unterstützen uns dabei, diese einzigartigen Meisterwerke auch für die Zukunft zu bewahren.
Ihr Engagement als Kulturpate oder Kulturpatin wird mit außergewöhnlichen Einblicken in unsere Sammlungsbereiche und den exklusiven Zugang zu unserer wissenschaftlichen Museumstätigkeit belohnt. Und eine Patenschaft währt ewig! Ihr Name bleibt auf Dauer mit Ihrem „Patenkind“ im elektronischen Museumsinventar verbunden.
Machen Sie Ihren Liebsten eine besondere Freude: Geben Sie Werte in Form einer Kulturpatenschaft an Ihre Kinder und Enkelkinder weiter oder verschenken Sie Kulturpatenschaften anlässlich von Geburtstagen, Jubiläen und Hochzeiten. Wir freuen uns über Ihr Engagement!

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Gerne beraten wir Sie persönlich
Mag. Katrin Riedl, BA
+43 1 525 24 - 4032
spenden@weltmuseumwien.at

Empfänger: Weltmuseum Wien,
ein Museum des KHM-Museumverbands
IBAN: AT83 6000 0005 1011 8553
BIC: BAWAATWW
Verwendungszweck: Kulturpatenschaft Weltmuseum Wien

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