Korridor des Staunens

Schaudepot

Ab 24. Jänner 2019
Die Sammlungen des Weltmuseum Wien umfassen rund 200.000 Objekte von denen lediglich 1,5 Prozent in den Ausstellungsräumen gezeigt werden können. Der größte Teil befindet sich in den Depots des Museums. Um den BesucherInnen die Vielfalt der Sammlungen zugänglich zu machen, wurde dieses Schaudepot eröffnet um weitere rund 800 Objekte ans Licht der Öffentlichkeit zu tragen.

Über das Schaudepot

Über das Schaudepot

Das Schaudepot ist in seinem Aufbau pragmatisch. Zum einen handelt es sich um ein Depot – einerseits stehen nicht die Erklärungen und Präsentation der einzelnen Objekte im Vordergrund, sondern eine pragmatische „Lagerung“ der Objekte. Andererseits pragmatisch auch im Sinne der unterschiedlichen Qualitäten: alt neben jung, heilig neben profan, selten neben Massenware, Einzelstücke neben Serien.

Der Name „Korridor des Staunens“ verstärkt den Schaucharakter der Präsentation. Es soll zum genauen Hinsehen einladen. Nicht das Vorbeigehen, sondern das Verweilen und Staunen soll das Ziel dieser Ausstellung sein. Die BesucherInnen sollen vom Ausmaß der Sammlungen als auch von der Vielfalt menschlichen Kulturschaffens begeistert werden.

Täglich außer Mittwoch
10 bis 18 Uhr

Freitag
bis 21 Uhr

Weltmuseum Wien

Heldenplatz
1010 Wien

Menschenbilder

Menschenbilder

Die menschliche Gestalt ist ein zentrales Motiv im Kunstschaffen. Nicht jede menschliche Gestalt stellt dabei einen spezifischen Menschen dar, sondern mitunter auch abstrakte Ideen oder Wesen aus anderen Welten. Andererseits können abstrakte Darstellungen auch auf reale Personen verweisen. Nicht alles ist auf den ersten Blick als menschliche Gestalt erkennbar.

Gesichter, die sich in Masken zeigen, spielen in der Kommunikation eine zentrale Rolle. Ein Gesicht löst unweigerlich Emotionen aus und es reichen oft wenige Andeutungen um die Botschaft lesen zu können. Schon die wenigen Striche und Punkte eines ☺ erzielen eine Wirkung.

Musikinstrumente

Musikinstrumente

Dinge werden im Museum zu Objekten. Dies bedeutet auch, dass sie in unterschiedliche Kategorien integriert werden. Diese stehen teilweise in keinem Zusammenhang mit der Bedeutung und Funktion der Objekte in ihren Herkunftsgesellschaften.

Doch auch diese Kategorien können uns überraschende Zusammenhänge verdeutlichen. Die hier gezeigten Instrumente, sind in vier Kategorien der Klangerzeugung eingeteilt: Membranophone (durch Schwingung einer Membran), Aerophone (durch Schwingung der Luft), Idiophone (durch Schwingung des gesamten Objekts), Chordophone (durch Schwingung von Saiten). Es mag überraschen, dass etwas in seinen Ausformungen aus unendlichen Kombinationen von Rhythmen und Melodien auf lediglich vier physikalischen Grundprinzipien basiert.

Modelle

Modelle

Der Anspruch ethnografischer Museen lag darin, die Gesamtheit der materiellen Kultur einer Gesellschaft abzubilden. Manche Objekte konnten auf Grund ihrer Größe nur in einem begrenzten Ausmaß gesammelt werden. So begann man bereits im 19. Jahrhundert stattdessen Modelle anfertigen zu lassen um damit diese Sammlungslücken schließen zu können.

Gebäude und Boote stehen sinnbildlich für Sesshaftigkeit und Mobilität, für Ortsgebundenheit und Freiheit. Sie erzählen aber auch von der Beziehung zwischen Gesellschaft und ihrer Umwelt.

    Häufige Suchbegriffe