Sarong, Batik
Sarung
Standort
Ein Peranakan Sarong mit dem Muster Semen Pringgondani. Semen zeigt eine Darstellung der stilisierten Vogelflügel, es kann ein Flügel (lar) oder ein Flügelpaar (sawat) sein. Es repräsentiert die Flügel der Göttervogel Garuda aus der hindujavanischen Mythologie und ein Reittier der Gottheit Vishnu. Semen-Motive verheißen Macht, Spiritualität, und Weisheit.
Ein weiteres Design des Motivs dieses Tuches heißt Pringgondani (das lampenähnliche Motiv). Es repräsentiert den Sitz von Bima, der zweite Pandawa Bruder aus dem Mahabharata-Epos, der sich durch Tapferkeit und Mut auszeichnet. Durch das Tragen der Batik sollen die Symbole auf die Träger transformiert werden.
Das Semen-Muster gehört zu den „Verbotenen Mustern“, d.h. das Tragen dieser Batik war nur den königlichen Familien und Adligen vorbehalten.
Gewisse Batik-Motive waren dem indonesischen Adel vorbehalten. Um diese Regel zu umgehen, wurden die klassischen, oft in Erdfarben gehaltenen Batiken abgewandelt und um kreative Motive erweitert. Diese erweiterten Muster sind farbenfroh und spiegeln den multikulturellen Einfluss wider. Oft werden sie um den Teil kepala ergänzt und somit meist als Sarong getragen. Durch diese Erweiterung sind sie keine „verbotenen Muster“ mehr, und jeder darf sie tragen und sich so mit dem Adel verbunden fühlen.
Hier wird ein kepala (Kopf)-Teil mit roten Farben (vermutlich aus Lasem) ergänzt, die mit Dreieckmotiv Tumpal und floralen Motiven aus schlängelnden Chiliblüten und celuki (Nelken) verziert sind.
Object data
146399
Sarong, Batik
Erste Hälfte des 20. Jh.
Maschinell gefertigte Baumwolle, Leinwandbindung, synthetische und Naturfarben, Handbatik (batik tulis)