Hose zu Jägergewand
Standort
Diese Hose istTeil eines dreiteiligen Kostüms aus Hemd, Hose und Kappe. Der Grundstoff ausschmalen, handgewobenen Baumwollstreifen, die zu einer Stoffflächezusammengefügt wurden, ist ebenso interessant wie das Nähmaterial: synthetischeFäden, die vermutlich aus Kunstfaser-Verpackungsplanen gewonnen wurden. Die aufdem fertiggenähten Kleidungsstück ausgeführten Motive sollten den Träger nichtnur tarnen, sondern auch vor den Geistern erlegter Tiere schützen. Diese Artvon Bemalung stellt eine Variante von „Beiz-Reservetechnik“ dar: Die Motivewurden mit einer vorwiegend pflanzlichen Paste gemalt und gedruckt, der Stoffdann mit mineralhaltigem Schlamm bedeckt. Nur die bemalten Partien färbten sichdurch eine chemische Reaktion schwarz, während die unbemalten Partien einenhellen bräunlichen Farbton annahmen.
Objektdaten
179275_a
Hose zu Jägergewand
vor April 2001
2001
Baumwolle, Leinwandbindung, bemalt/bedruckt; Handnähte und Maschinnähte