Schädelschale (nang mchod thod pa)
Standort
Beim „Inneren Opfer“ symbolisieren fünf Flüssigkeiten und fünf Fleischarten den Meditierenden. Dieser bringt sich selbst als Opfer dar. Nach einem Läuterungsritual vollzieht er eine Visualisation, in der er aus der Silbe OM eine Schädelschale bildet, in deren Mitte sich eine rote Lotosblüte mit acht Blütenblättern und je einer Keimsilbe darauf befindet. Der dreieckige Ständer stellt das Opferfeuer dar. Es erhitzt und reinigt die Flüssigkeiten und das Fleisch in der Schädelschale. Mit einem Ritualdolch (phur bu) rührt er so lange um, bis dieser mit all den Ingredienzien verschmilzt und alles die „reine Farbe des Mondes“ annimmt.
Die drei Köpfe an den Ecken des Ständers stehen für die drei Grundübel - Nichtwissen, Haß und Eifersucht -, die es zu überwinden gilt.
Objektdaten
135313_a_c
Opferschale
Margarete Geyling (1882 - 1949) - GND
Knochen, menschlich; Kupferlegierung, Treibtechnik; Deckel: Kupferlegierung gegossen, vergoldet, ziseliert; Ständer: Kupferlegierung, Basis ziseliert, Aufbau punziert, Köpfe aus Holz, 1 fehlender Kopf durch Replika ersetzt.