Gebetstuch für Gebetsstein

Standort

Derzeit nicht ausgestellt.

Nach der rituellen Waschung und vor dem Gebet wird der Gebetsplatz gesäubert und durch das Ausbreiten eines Tuches oder Teppichs in Richtung Mekka als ein rituell reiner Ort von der Alltagswelt abgegrenzt. In Afghanistan verwenden die schiitischen Hazara dafür mit schiitischen Symbolen bestickte Ziertücher (dastmāl-e mohr oder mohr-e push), die auch als Hülle dienen, um den Gebetsstein zu schützen, zu verbergen und rein zu halten, wenn er nicht gebraucht wird. Die Stickereien weisen durchwegs rein ornamentale oder figürliche Motive auf.

Hat man das Tuch zum Gebet ausgebreitet und den Stein darauf gelegt, so stellt man sich so auf, dass bei der mehrmaligen Niederwerfung dem Ritus entsprechend der Stein mit der Stirn berührt wird.

Schrift: „Ya Muhammad, Ya Hasan, Ya Ali“

Aus: Axel Steinmann, Afghanistan, Wien, 2003, S. 111-112

Objektdaten

Inv. Nr.

164223

Objektbezeichnung

Gebetstuch für Gebetsstein

Sammler/in

Saskia Wessel - GND

Zugangsdatum

1982

Material/Technik

Baumwolle, Leinwandbindung; Stickerei

Maße

Rest.: B 39,2 cm; H 38,2 cm