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Die Eleganz der Hosokawa

Tradition einer Samurai-Familie

Aus Anlass des 150-jährigen Jubiläums der Unterzeichnung des Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtvertrags der beiden Monarchien Japan und Österreich-Ungarn im Jahr 1869, zeigt das Weltmuseum Wien eine Ausstellung aus der prominenten Sammlung der daimyō-Familie Hosokawa. Die Familienmitglieder dieser Kriegerelite von Samurais dienten seit der Muromachi Periode (1333–1568) dem Shogun. Die Generäle der Familie Hosokawa fochten Schlachten auf Seiten der Shogune und dienten ihnen darüber hinaus als Militärgouverneure in der Verwaltung.
Ihren Hauptsitz hatte die Familie ab der Edo-Periode (1600–1868) in der Domäne Kumamoto. Der Name der Familie Hosokawa steht aber nicht nur für kriegerische Errungenschaften, sondern auch für berühmte Poeten, Gelehrte und Künstler, die dem Nō-Theater und der Teezeremonie viel Aufmerksamkeit schenkten. Diese Tradition setzt sich bis in die Gegenwart fort. Morihiro Hosokawa, 18. Oberhaupt der Familie Hosokawa, bekleidete mehrere politische Ämter im Ober- und Unterhaus des japanischen Parlaments und war von 1993 bis 1994 Premierminister Japans. Seit seinem Rückzug aus der Politik im Alter von sechzig Jahren widmet er sich als Künstler der Herstellung von Teekeramik sowie der Kalligraphie.

Die Ausstellung ist in drei Räumen den drei Themen des Familienerbes gewidmet:

· Waffen, Rüstungen und Accessoires: Prunkstücke eines Samurai
· Die Kunst der jüngsten Mitglieder der Hosokawa-Familie
· Wertschätzung von Nō-Theater und Teezeremonie

Gezeigt werden rund 85 Objekte aus der wertvollen Familiensammlung der Hosokawa, die erstmals in Europa zu sehen sind, darunter Rüstungen, Schwerter, Wandschirme, Portraits wichtiger Familienmitglieder, Tuschezeichnungen, Lackarbeiten, Porzellan und Keramik, -Masken, Kostüme und Musikinstrumente.

Die Familie Hosokawa und das Weltmuseum Wien

Da die Familie Hosokawa sehr auf das Bewahren der Tradition setzt und ihre Sammlungen in zwei Museen in Japan öffentlich zugänglich macht – dem Eisei Bunko Museum in Tōkyō und einer Zweigstelle der Hosokawa Sammlung im Kumamoto Prefectural Museum of Art– ist es nicht verwunderlich, dass sich in den Sammlungen des Weltmuseum Wien kein Objekt der Familie Hosokawa befindet. Dennoch kann man auch im Weltmuseum Wien auf Hosokawa stoßen: Im Schausammlungsraum mit dem Titel 1873 – Japan kommt nach Europa illustrieren zwei Abbildungen aus der Serie Biographien der 100 Generäle die Vitrine Die Erscheinung des Samurai. Dargestellt sind Hosokawa Yoriyuki (1329–1392) und Hosokawa Katsumoto (1430–1473). In einem Fotoalbum aus der Sammlung Erzherzog Franz Ferdinands von Este zeigen Fotos die Burg Kumamoto, den Sitz der Hosokawa, vor ihrer Zerstörung durch einen Brand im Jahr 1877 bzw. durch ein schweres Erdbeben im Jahr 1889.

Das Wappen der Familie Hosokawa zeigt neun Himmelskörper und besteht aus einem zentralen Kreis, um den acht kleinere Kreise angeordnet sind. Die Ausstellung wurde von Bettina Zorn, Kuratorin der Sammlung Ostasien des Weltmuseums Wien kuratiert.

Das Eisei Bunko Museum, Tōkyō und die Hosokawa Collection sind Kooperationspartner dieser Ausstellung.

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Pressetext (pdf, 510 KB)

Pressefotos

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阿蘇下野狩図屏風
Jagd in der Shimono-Ebene am Fuße des Berges Aso
(Detail)
Stellschirmpaar zu je sechs Paneelen
Japan, Edo-Periode (1600–1868), 18.–19. Jh.
Tusche, Farbe und Goldfolie auf Papier
H. 178,8 cm, B. 379,8 cm (je)
Eisei Bunko Museum (永青文庫), Tōkyō Inv.-Nr. 4058
© Eisei Bunko Museum, Tōkyō

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栗色革包紺糸射向紅威二枚胴具足
Rüstung vom Typ gusoku mit Lamellen in
kastanienbraunem Leder und dunkelblauer
Schnürung
Japan, Edo-Periode (1600–1868), 19. Jh.
Leder, lackiert, Eisen, Bronze vergoldet, Seide,
Kupferfasanfedern
H. 193 cm (gesamt), H. 35.6 cm (Harnisch)
Eisei Bunko Museum (永青文庫), Tōkyō, Inv.-Nr. 4113
© Eisei Bunko Museum, Tōkyō

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桜金物紺糸威胴丸具足
Rüstung vom Typ dōmaru mit Metallbeschlägen im
Kirschblütendesign und dunkelblauer Schnürung
Japan, Edo-Periode (1600–1868), 18. Jh.
Eisen, Bronze vergoldet, Leder, Lack, Seide
H. 32,5 cm (Harnisch), Gew. 25 kg
Eisei Bunko Museum (永青文庫), Tōkyō, Inv.-Nr. 4101
© Eisei Bunko Museum, Tōkyō

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Aufnahme der Burg Kumamoto vor der
Zerstörung im Jahr 1877
Weltmuseum Wien
Fotosammlung, Nrn. 15079
© KHM-Museumsverband

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能面 小面
Ko-omote
Nō-Maske
Japan, Edo-Periode (1600–1868), 18. Jh.
Tusche und Farbe auf Holz
H. 21,2 cm, B. 13,3 cm
Eisei Bunko Museum (永青文庫), Tōkyō, Inv.-Nr. 6513
© Eisei Bunko Museum, Tōkyō

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Hosokawa Moritatsu in einem Nō-Kostüm
um 1907
In einer Aufführung von Oimatsuchō no Tonosama
(Der Herr von Oimatsuchō)
© Eisei Bunko Museum, Tōkyō

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阿蘇下野狩図屏風
Jagd in der Shimono-Ebene am Fuße des Berges Aso
Stellschirmpaar zu je sechs Paneelen
Japan, Edo-Periode (1600–1868), 18.–19. Jh.
Tusche, Farbe und Goldfolie auf Papier
H. 178,8 cm, B. 379,8 cm (je)
Eisei Bunko Museum (永青文庫), Tōkyō Inv.-Nr. 4058
© Eisei Bunko Museum, Tōkyō

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阿蘇下野狩図屏風
Jagd in der Shimono-Ebene am Fuße des Berges Aso
Stellschirmpaar zu je sechs Paneelen
Japan, Edo-Periode (1600–1868), 18.–19. Jh.
Tusche, Farbe und Goldfolie auf Papier
H. 178,8 cm, B. 379,8 cm (je)
Eisei Bunko Museum (永青文庫), Tōkyō Inv.-Nr. 4058
© Eisei Bunko Museum, Tōkyō

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Hosokawa Yoriyuki (1329–1392)
Japan, Edo-Periode (1600–1868)
Farbe, Gold auf Papier
300 × 330 mm
Slg. Riebeck
Weltmuseum Wien, Inv.-Nr. 27204
© KHM-Museumsverband

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Hosokawa Katsumoto (1430–1473)
Japan, Edo-Periode (1600–1868)
Farbe, Gold auf Papier
299 × 330 mm
Slg. Riebeck
Weltmuseum Wien, Inv.-Nr. 27214
© KHM-Museumsverband

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白羅紗九曜紋陣羽織
Jinbaori (Waffenrock)
Japan, Edo-Periode (1600–1868), 17. Jh.
Wolle, rasha (Filz) auf Woll-Twill
L. 99 cm, B. 54 cm (Schulter)
Eisei Bunko Museum (永青文庫), Tōkyō, Inv.-Nr. 4246
© Eisei Bunko Museum, Tōkyō

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白地引両九曜紋幟
Nobori (Militärbanner)
Japan, Edo-Periode (1600–1868), 19. Jh.
Seide, in Reservetechnik gefärbt
L. 382,5 cm, B. 147,5 cm
Eisei Bunko Museum (永青文庫), Tōkyō, Inv.-Nr. 4233
© Eisei Bunko Museum, Tōkyō

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面壁達磨図
Bodhidharma vor einer Wand meditierend
Rollbild
Miyamoto Musashi (1584–1645)
Japan, Edo-Periode (1600–1868), Anfang 17. Jh.
Tusche auf Papier
567 × 267 mm (Bild); 1739 × 495 mm (gesamt)
Eisei Bunko Museum (永青文庫), Tōkyō, Inv.-Nr. 776
© Eisei Bunko Museum, Tōkyō

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霰鱗地桐鳳凰丸模様厚板
Atsuita-Robe
Nō-Kostüm
Japan, Edo-Periode (1600–1868), 18. Jh.
Seidenköper mit Brokatmusterung
H. 156 cm, B. 143,2 cm
Eisei Bunko Museum (永青文庫), Tōkyō, Inv.-Nr.
2420-2
© Eisei Bunko Museum, Tōkyō

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楽掛け分け茶碗
Teeschale
Hosokawa Morihiro (geb. 1938)
Japan, Heisei-Periode (1989–2019), 2008
Raku-Keramik, Kakewake Stil
H. 9,6 cm, Dm. 11,6 cm
Sammlung des Künstlers

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細川幽斎像
Porträt von Hosokawa Yūsai (alias Fujitaka, 1534-1610)
Rollbild
Kopie von Takhara Harumichi (1720–1794)
Japan, Edo-Periode (1600–1868), 1759
Tusche und Farbe auf Seide
1044 × 513 mm (Bild), 1733 × 890 mm (gesamt)
Eisei Bunko Museum (永青文庫), Tōkyō, Inv.-Nr. 6683
© Eisei Bunko Museum, Tōkyō

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Ausstellungsansicht
© KHM-Museumsverband

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© KHM-Museumsverband

Kontakt
Nina Auinger-Sutterlüty, MAS
Mag. Sarah Aistleitner
info.pr@weltmuseumwien.at
T +43 1 525 24 - 4021
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