Día de los Muertos

Der Tag der Toten

Auch dieses Jahr wird im Weltmuseum Wien in Zusammenarbeit mit mexikanischen Künstler*innen und anderen Partner*innen das mexikanisches Totenfest, genannt Día de los Muertos, gefeiert! Dabei werden die Verstorbenen in einer feierlichen Atmosphäre in Erinnerung gerufen und geehrt. In der Säulenhalle laden wir zur Prozession und der Präsentation des eigens für das Weltmuseum Wien geschaffenen Totenaltars (altar de muertos) ein. Außerdem erwartet Sie ein buntes mexikanisches Kulturprogramm.
Altar de Muertos
20. Oktober – 8. November 2022 -  Kostenfrei zu besichtigen!

Die mexikanische Künstlerin Stephany Daphne Rodríguez Cabañas hat für die Säulenhalle des Weltmuseums Wien einen beeindruckenden Altar gestaltet. Der Altar de Muertos, auch La Ofrenda genannt, ist das Herzstück des Día de los Muertos und soll die Seelen der Verstorbenen im Reich der Lebenden üppig geschmückt willkommen heißen. Der Altar de Muertos wird mit Gaben bestückt, die an die Verstorbenen erinnern. Auf dem Altar findet man meist Las Catrinas, Pan de Muerto, Zuckerschädel und Getränke. Was es mit all den Dingen auf sich hat und welche Traditionen den Día de los Muertos noch begleiten, davon wird Stephany Daphne Rodríguez Cabañas im Rahmen zahlreicher Workshops und Performances berichten!

Ausstellung zum Día de los Muertos
20. Oktober – 8. November 2022 -  Kostenfrei zu besichtigen!

Die Schüler*innen der 1Me Volksschule Friedrichsplatz haben gemeinsam mit der Künstlerin Stephany Cabanas Rodriguez Arbeiten anlässlich des Día de los Muertos geschaffen. Im kostenfrei zugänglichen FamilyPoint sind ihre Kunstwerke von 20. Oktober 2022 bis 8. November 2022 zu sehen.

Programm

Programm

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Brauchtum

Brauchtum

Der Tag der Toten ist keine Trauerveranstaltung, sondern ein farbenprächtiges Volksfest zu Ehren der Toten. Nach dem Volksglauben kehren die Seelen der Verstorbenen an diesen Tagen zu den Familien zurück, um sie zu besuchen. Während der Tage steht das Gedenken an die Verstorbenen im Vordergrund.

 

Die Straßen werden mit Blumen geschmückt. Skelette und Schädel in den unterschiedlichsten Ausführungen, stehen in den Schaufenstern. Konditoreien produzieren kurz vor Allerheiligen die Calaveras de Dulce, Totenschädel aus Zucker, Schokolade oder Marzipan, die die Namen der Toten auf der Stirn tragen. Das Pan de Muerto, das Totenbrot, ist ein weiteres beliebtes Naschwerk in diesen Tagen.

La Ofrenda

Der Totenaltar

Die Ofrendas, traditionelle Totenaltäre oder Gabentische in den Wohnungen sind das Zentrum der Feierlichkeiten. Sie sind mit reichlich Speisen und Getränken, Blumen und persönlichen Erinnerungsgegenständen gedeckt. Die Toten sollen sich nach ihrer langen Reise aus dem Totenreich stärken und einige der Gaben wieder mitnehmen. Fotos der Verstorbenen, Kerzen und Weihrauch sollen an gemeinsame Zeiten erinnern.

In der Nacht auf den 2. November werden die Seelen der Verstorbenen im Haus empfangen, anschließend findet der Abschied auf den Friedhöfen statt. Dort werden mitgebrachte Speisen gegessen, es wird getrunken, musiziert und getanzt. Um Mitternacht ist für die Verstorbenen die Zeit gekommen, wieder ins Jenseits zurückzukehren. Das Fest ist zu Ende, bis die Toten im nächsten Jahr zurückkehren.

El Pan de Muerto

Das Totenbrot

Das Totenbrot ist ein traditionelles Hefegebäck zum „Día de los muertos“ und wird nur für dieses Fest gebacken. Auf dem Brot befinden sich längliche Teigstreifen, die Knochen darstellen. Dieses Brot hatte ursprünglich die Form eines Herzens und wurde rot gefärbt. Es symbolisierte das menschliche Opfer der Azteken der prähispanischen Zeit. Verzierungen variieren je nach Region in Mexiko.

La Catrina

Die elegante Dame

Catrina bedeutet auf Spanisch „wohlhabend“ oder „reich“. Die Darstellung der elegant gekleideten Dame als Skelett wurde – vermutlich vom mexikanischen Kupferstecher José Guadalupe Posada - als eine Satire auf die Opulenz der mexikanischen Oberschicht um ca. 1913 veröffentlicht. 1947 stellte der berühmte mexikanische Künstler Diego Riviera diese Figur in einem Wandgemälde dar und verhalf ihr dadurch zu Popularität. Im Laufe der Jahre wurde „La Catrina“ ein Symbol für den Día de los muertos und wird daher zu diesen Feierlichkeiten besonders oft dargestellt.

Schminken à la Catrina

Es ist üblich, sich zu den Feierlichkeiten des Día de los muertos zu schminken. Das typische Make-up ist die „Catrina“: bunt und mit Schmucksteinen verziert, da dieses Tag ein fröhlicher und lebensbejahender Feiertag ist.

Los Alebrijes

Wenn Träume Wirklichkeit werden

Die Alebrijes sind bunte Fantasiefiguren aus Pappmaché. Pedro Linares, ein mexikanischer Handwerkskünstler ließ sich, als er schwer krank und ans Bett gefesselt war, von seinen Träumen und Halluzinationen inspirieren und schuf – wieder gesund – diese fantasievollen bunten Kreaturen aus Pappmaché, die er Alebrijes nannte.

Die Alebrijes wurden im Film Coco, 2017 erstmals inhaltlich mit den Feierlichkeiten zum Día de los muertos kombiniert. Das Filmteam wollte auf diese Art und Weise der Öffentlichkeit zeigen, welch großen Stellenwert die Alebrijes in der mexikanischen Volkskunst besitzen.

Papel picado

Bunte Papiergirlanden

Die Altäre und Straßen werden anlässlich der Feierlichkeiten mit zahlreichen Girlanden aus kunstvoll ausgeschnittenem Papier geschmückt. Die bunten Papiergirlanden werden zu den Feierlichkeiten des Día de los muertos mit passenden Mustern wie zB Totenköpfen gestaltet und zählen zum traditionellen mexikanischen Kunsthandwerk.

Videos zum Tag der Toten

Was ist der Tag der Toten?

Tlacatl y la muerte

Tlacatl und der Tod

Tlacatl und der Tod (Tlacatl y la muerte) ist eine Geschichte zum Día de los Muertos, erzählt von Bernardo Govea (spanisch, mit deutschen Untertiteln), eine Adaption der Geschichte „Jack und der Tod“ von Tim Bowley. Tlactals Mutter ist sehr krank, sie war bei Ärzten, einem Heiler und sogar einer Hexe, aber es geht ihr nicht besser, im Gegenteil, es verschlechtert sich. Eines Nachts geht Tlacatl zum Brunnen, um Wasser zu holen, und findet sich selbst im Tod wieder. Der Tod ist da, um Tlacatls Mutter wegzunehmen, aber der Junge schafft es, sie zu täuschen und sie zu fangen. Die Mutter ist geheilt, aber früher oder später muss Tlacatl den Tod befreien.

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Auf Wiedersehen, Oma

Einfühlsam erzählt und illustriert von Birte Müller, möchte das Buch Auf Wiedersehen, Oma Kindern das Thema Tod näher zu bringen. Felipas Oma ist gestorben. Obwohl Felipa weiß, dass die Seelen der Menschen nicht sterben, sondern weiterleben, ist sie traurig. Denn Felipa vermisst ihre Oma sehr. Verzweifelt fragt sie sich, wo Omas Seele wohl sein mag und wie es ihr geht. Kurz entschlossen, begibt sie sich schließlich auf eine gefährliche Suche in den Bergen, die am Ende nicht nur glücklich, sondern auch tröstlich ausgeht.

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