Bergkristall von Ekaterina Heider

Interview mit Lisa Zalud12.06.2015
„Je mehr Teile man von sich selber begegnet, desto mehr erkennt man seine eigene Vielfalt. Oder desto besser lernt man sich auch besser kennen.“

Ekaterina Heider hat an jedem Ort, den sie bis jetzt besuchte ein Stück von sich selbst gefunden. So auch auf ihrer letzten Reise im Februar durch Portugal. Es war ihre erste Reise, die sie in der Beziehung mit ihrem Freund getrennt unternommen haben. Nach zwei Wochen lernte sie in Lissabon einen Israeli kennen und sie entschieden gemeinsam Richtung Süden zu fahren. Dort trafen sie auf ein Pärchen und stießen auf eine sehr einsame und verlassene Gegend. Bei extremer Hitze bestiegen sie den dortigen Hügel, auf dem sie eine Vielzahl an Steinen und Kristallen entdeckten - so auch diesen Bergkristall. Für Ekaterina war es ein Moment, voll kindlicher Freude als hätte sie etwas sehr, sehr wertvolles gefunden. Seither wurde der Stein zu einem sehr bedeutenden Gegenstand für sie, der sie nicht nur an diese Reise und das wertvolle des Reisens an sich erinnert, sondern auch an die wunderschönen Begegnungen vor Ort.

In dieser Zeit ist ihr erneut bewusst geworden, wie wichtig es für sie ist, im Kontrast zu ihrem Beziehungsleben, Erfahrungen auch alleine zu machen und auch ihren eigenen Raum zu haben. Alleine zu reisen, hat für sie eine ganz besondere Eigenart, wo sie ihrem eigenen Impuls nachgeht und intuitiv handelt. Sie hat selten konkrete Pläne im Vorhinein. Sie fährt an einen Ort, erspürt ihn und alles andere ergibt sich in der folge von selbst. Es ziehen sie dabei vor allem Begegnungen mit Menschen an.

Reisen verleiht Ekaterina das Gefühl der Freiheit. Das bedeutet vor allem nach ihrem Gefühl und nicht nach dem Kopf zu handeln. Ohne Druck und ohne Stress den nächsten Schritt, der sich ergibt zu tun. Sie empfiehlt jeden Menschen verschiedenste Orte zu besuchen, denn „mit jeder Kultur oder mit jedem Land begegnet man einen anderen Teil von sich Selbst“.

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