Das Wort Museum spricht man so: Mu-se-um
Ein Museum ist ein Ort für besondere Dinge.
Sie sind besonders, weil sie schön, wertvoll oder interessant sind.
Solche Dinge sind zum Beispiel:
- Bilder
- Spielsachen
- Kleider und Schmuck
- Autos und andere Fahrzeuge
Wir können ins Museum gehen und uns diese Dinge anschauen.
Wir können dort auch Geschichten über die Dinge erfahren.
Das Welt-Museum Wien ist ein Museum,
in dem es um uns Menschen geht.
Wir leben alle auf dieser Welt.
Wir sind alle gleich viel wert.
Wir sind aber nicht alle gleich.
Wir schauen zum Beispiel verschieden aus.
Wir sprechen verschiedene Sprachen.
Wir feiern verschiedene Feste.
Im Welt-Museum Wien können wir mehr
über Menschen aus anderen Ländern erfahren.
Wie haben sie früher gelebt und wie leben sie heute?
Was ist für sie im Leben wichtig?
So können wir alle Menschen besser verstehen und respektieren.
Das gilt für die Menschen, die in anderen Ländern leben.
Es gilt auch für die Menschen,
die bei uns leben und aus anderen Ländern gekommen sind.
Im Welt-Museum Wien gibt es Dinge aus der ganzen Welt.
Menschen aus vielen verschiedenen Ländern
haben diese Dinge gemacht.
Sie haben die Dinge auch verwendet.
Zum Beispiel:
- beim Kochen und Essen
- beim Feste-Feiern
- beim Beten
- bei einem Begräbnis
Später sind die Dinge ins Museum gekommen.
Das Welt-Museum Wien hat sehr viele von diesen Dingen.
Es sind fast 300 000.
Die Zahl sprich man so: dreihundert Tausend.
Das Museum hebt die Dinge auf und kümmert sich um sie.
Viele Dinge sind schon sehr alt und müssen repariert werden.
Expertinnen und Experten untersuchen die Dinge
und schreiben auf, was sie herausgefunden haben.
So können wir mehr über die Dinge erfahren.
Zum Beispiel, aus welchem Material sie sind.
Oder wie man sie verwendet.
Das Museum sammelt auch neue Dinge.
Es kauft zum Beispiel Bilder,
die Menschen heute gemacht haben.
Das ist wichtig, damit wir sehen können,
was Künstlerinnen und Künstler auf der ganzen Welt malen.
Alle Dinge zusammen heißen Sammlung,
weil sie irgendwann gesammelt wurden.
Das Welt-Museum Wien hat eine große Sammlung.
Das Weltmuseum-Wien ist ein großes Haus mit vielen Räumen.
Trotzdem ist dort nicht genug Platz,
damit wir alle Dinge anschauen können.
Die meisten Dinge werden in einem besonderen Keller aufgehoben.
Dort sind sie am sichersten.
Dinge, die besonders schön oder interessant sind,
können wir in der Schau-Sammlung anschauen.
Sie besteht aus 14 Räumen.
Wenn wir von einem Raum in den anderen gehen,
machen wir eine Weltreise.
Wir besuchen viele ferne Länder und erfahren,
wie Menschen woanders auf der Welt leben.
Wenn wir die Dinge in den Räumen anschauen,
können wir die Menschen besser verstehen.
Wir erkennen, dass wir viel gemeinsam haben.
Manche Dinge kommen uns am Anfang vielleicht fremd vor.
Wir brauchen Erklärungen, damit wir sie verstehen.
In den Räumen können wir viel über die Dinge lesen.
Es gibt aber auch Führungen,
wenn wir lieber jemandem zuhören.
In manchen Räumen des Museums können wir Dinge
eine Zeit lang anschauen.
Zum Beispiel 1 Jahr lang.
Das sind die Sonder-Ausstellungen.
In einer Sonder-Ausstellung geht es immer
um eine bestimmte Geschichte.
Es geht zum Beispiel darum:
- Wie stellen sich Menschen in verschiedenen Ländern
ihre und unsere Zukunft vor? - Warum ist Tanzen für alle Menschen auf der Welt wichtig?
Welche verschiedenen Tänze gibt es? - Wer waren die Azteken,
die früher in Mexiko gelebt haben?
In einer Ausstellung können wir Dinge sehen,
die sonst im Keller vom Museum aufgehoben werden.
Wir können auch Dinge aus einem anderen Museum sehen.
Das Welt-Museum Wien borgt sich diese Dinge aus.
Für eine Ausstellung können auch neue Dinge gemacht werden.
Eine Künstlerin malt zum Beispiel ein Bild für eine Ausstellung.
Ein Museum beginnt oft so:
Jemand sammelt Dinge, die besonders interessant sind.
Oder die besonders wertvoll sind.
So ist es auch beim Welt-Museum Wien gewesen.
Vor langer Zeit hat der Landesfürst Ferdinand von Tirol gelebt.
Ein Landesfürst war so etwas ähnliches wie ein König.
Als Landesfürst war es für Ferdinand wichtig,
dass er seinen Gästen besondere Dinge zeigen konnte.
Zum Beispiel Dinge aus weit entfernten Ländern.
Ferdinand hat viele Dinge gesammelt.
Seine Sammlung war groß.
Später hat der Kaiser von Österreich die Sammlung bekommen.
Er hat sie von Tirol nach Wien geholt.
Auch der Kaiser hat Dinge aus der Welt gesammelt.
Und nach ihm seine Kinder und Enkel-Kinder.
Auch viele andere Menschen haben gesammelt.
Und so wurde die Sammlung immer größer.
Vor 200 Jahren hat Kaiser Franz von Österreich beschlossen,
dass er seine Sammlung allen Menschen zeigen möchte.
Die Sammlung kam in sein Schloss Unteres Belvedere.
Dort konnten die Menschen hingehen
und die wertvollen Dinge anschauen.
Kaiser Franz-Joseph, der Enkel von Kaiser Franz,
ließ eigene Häuser für seine Sammlung bauen.
Das sind heute das Kunsthistorische Museum
und das Naturhistorische Museum.
Ein Teil der Sammlungen kam später von dort in die Hofburg.
Im Jahr 1928 wurde daraus das Museum für Völkerkunde.
Seit 2013 heißt es Welt-Museum Wien.
Das ist gar nicht so einfach zu erklären.
Nach dem Gesetz in Österreich gehören diese Dinge
dem Land Österreich.
Es gibt aber viele wertvolle Dinge im Museum,
von denen wir nicht wissen,
wie sie in die Sammlung gekommen sind.
Dazu gehört zum Beispiel
der berühmte Feder-Kopf-Schmuck der Azteken aus Mexiko.
Vielleicht war er ein Geschenk der Azteken.
Vielleicht mussten sie ihn hergeben oder er wurde gestohlen.
Manche Dinge wurden zuerst gestohlen
und dann an das Museum verkauft.
Das gilt zum Beispiel für die alten Statuten aus Benin in Afrika.
Wenn etwas gestohlen wurde,
muss man es zurückgeben.
Das ist aber bei den Dingen im Welt-Museum Wien nicht so einfach.
Sie sind schon sehr lange in der Sammlung.
Beim Feder-Kopf-Schmuck sind das schon über 400 Jahre.
Seither hat sich vieles auf der Welt verändert.
Die Menschen und die Länder, in denen sie leben,
haben sich verändert.
Es ist deshalb wichtig, dass man gut überlegt,
wie man die Dinge am besten zurückgibt.
Die Verantwortlichen im Welt-Museum Wien denken darüber nach.
Sie sprechen mit anderen Museen
und mit Fachleuten aus verschiedenen Ländern.
Gemeinsam möchten sie eine gute Lösung finden,
die für alle passt.
Dieser Text wurde von capito Wien mit Personen aus der Zielgruppe auf Verständlichkeit überprüft.













