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Konservierung im Weltmuseum Wien

Die Abteilung ist verantwortlich für die Konservierung, Restaurierung, Untersuchung und Ausstellung der Museumssammlungen. Expertisen in den Fachbereichen Objekt-, Textil-, Papierkonservierung, Präventive Konservierung und Forschung stehen dem Museum zur Verfügung. Das Team setzt sich aus Restaurator*innen, Sammlungstechniker*innen und Praktikant*innen zusammen.

Über die Abteilung

Im Völkerkundemuseum wurde die Restaurierungsabteilung 1955 als chemisches Labor gegründet, mit dem Ziel, die Kunst der Restaurierung mit der Materialwissenschaft zu verbinden. Der Chemiker Dr. Wilhelm P. Bauer wurde mit dieser Aufgabe betraut. Sein Beitrag zur Entwicklung der Konservierung der ethnografischen Sammlung des Museums wird hoch geschätzt; eine umfassende Würdigung seiner Leistung steht allerdings noch aus. Im Jahr 1968 wurde das Labor zu einer Restaurierungswerkstatt mit einem Restaurator mit akademischer Ausbildung ausgebaut. 

Im Laufe der Jahre wuchs das Team und es wurden Spezialisierungen auf organische und anorganische Materialien aufgebaut. Nach einer umfassenden Renovierung des Museums in den 1990er Jahren bezog die Restaurierungsabteilung ihre neuen, modernen Restaurierungslabore mit einer Fläche von etwa 300 m².

Objektkonservierung

Die schier unendliche materielle Vielfalt der Sammlungsgegenstände wird in der Objektkonservierung in organische − Holz, Rinde, Pflanzenfasern, Haut, Leder, Federn, Horn, Elfenbein, Kunststoffe etc. − und anorganische Materialien − Metall, Stein, Keramik, Glas etc. − unterteilt. Die Restaurator*innen untersuchen und bewerten die materialspezifischen Veränderungen und Alterungsvorgänge der Objekte. Nach ausführlicher Dokumentation des Erhaltungszustandes werden an den Objekten verschiedene konservatorische und restauratorische Maßnahmen vorgenommen, um sie vor weiteren Schäden zu bewahren, bzw. um bereits eingetretene Schäden zu minimieren.

Bevor diese Maßnahmen getroffen werden können, müssen zahlreiche vorbereitende Schritte erfolgen:
Die Materialien und Herstellungstechniken eines Objektes werden, oft auch in Zusammenarbeit mit dem Naturwissenschaftlichen Labor des KHM-Museumsverbandes und anderen Institutionen, untersucht und der Erhaltungszustand photographisch und schriftlich dokumentiert. Diese Ergebnisse stellen einen wertvollen Beitrag zur kunsttechnologischen Forschung dar. Gewonnene Informationen werden in der Museumsdatenbank eingetragen. In Gesprächen mit den Kurator*innen des Hauses wird kulturellen Bedeutungen und ursprünglichen Funktionen des Objektes nachgegangen, um dessen historischen Kontext auch in der praktischen Konservierung zu berücksichtigen. In einigen Fällen ist es an diesem Punkt auch möglich, mit Vertreter*innen aus den Herkunftsländern in einen Dialog über eine gemeinsame Vorgehensweise zur Bewahrung der Objekte zu treten. Das nun erstellte Konservierungskonzept bezieht auch Informationen zum geplanten Aufenthalt und Gebrauch des Objektes (z. B. Sonderausstellung, Dauerausstellung, Leihgabe etc.) mit ein und dient als Grundlage für die konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen.

Ein wesentlicher Aufgabenbereich ist die Betreuung von Ausstellungen und Leihgaben. Dieser umfasst u. a. das Erstellen von konservatorischen Qualitätsstandards, Leihfähigkeitsgutachten, Zustandsdokumentationen, Supervision von Verpackungen sowie Kurierreisen.

Mittels Maßnahmen der Präventiven Konservierung wird angestrebt, die Bedingungen für die Sammlungsgegenstände in den Depots (ca. 3.800 m2) hinsichtlich verschiedenster Parameter wie relative Luftfeuchte, Temperatur, Licht/Beleuchtung, Schädlinge, Schadstoffe etc. kontinuierlich zu überprüfen und zu verbessern.

In Zusammenarbeit mit Universitäten werden von den Restaurator*innen auch Praktika und Diplomarbeiten von Studierenden des Fachbereichs betreut.

Für die Eröffnung des Weltmuseums Wien liegen die Arbeitsschwerpunkte der Abteilung für die Jahre 2016/17 in der Planung der Vitrinen, der Konzeption der Objektmontage und der Konservierung und Restaurierung von etwa 3.200 Objekten für die neue Schausammlung.

Textilkonservierung

In der Abteilung Textilkonservierung wird der Arbeitsalltag der Restaurator*innen hauptsächlich von den Themen Sammlungs- und Depotpflege, Konservierung und Restaurierung sowie Präsentation und Ausstellungsmontage geprägt.

Jedes Objekt kann viele Geschichten erzählen: über seine Herstellung, Materialien und Techniken, über seine Verwendung im Alltag von Menschen, über Handel und Wandel, über Phasen von Wertschätzung, Pflege, Reparaturen, Veränderungen, über Zeiten der Vernachlässigung an feuchten oder insektenbefallenen Orten, über sich verändernde Ausstellungspraxis, über fremde, frühere oder ganz nahe eigene kulturelle Phänomene. Die große Freude und Herausforderung der Textilkonservierung besteht darin, diese Informationen zu erkennen, zu dokumentieren, zu erhalten und weiterzugeben.

Sammlungspflege und vorbeugende Erhaltungsmaßnahmen im Textildepot
Das Textildepot, das 2013 neu eingerichtet wurde, bietet auf ca. 600 m2 Nutzfläche Platz für etwa 15.000 textile Objekte. Hier finden sich kleinformatige Gewebefragmente, Accessoires oder Behältnisse, Kleidungsstücke aus aller Welt, große Behänge, textiler Hausrat, Teppiche oder Zeltteile. Alle Objekte sind entweder gewebt, gefilzt, geflochten, genetzt, gestrickt, genäht, bemalt, bestickt, bedruckt … und meist auf unzählige Arten verziert.

Das Erforschen, Photographieren und Dokumentieren der Objekte, Lagerungsverbesserungen, Klima- und Schädlingskontrollen sowie das Erfassen und Versorgen von Neuerwerbungen bergen viel Arbeit.

Konservierung und Restaurierung
In der für Textilobjekte eingerichteten Werkstatt gibt es einen zentralen Raum mit großen Tischen, auf denen ausgewählte Objekte für Ausstellungszwecke vorbereitet werden: Dies umfasst meist Reinigungs- sowie häufig Glättungs- oder Rückformungsmaßnahmen, wenn eine gefaltete oder geknitterte frühere Lagerung die „Lesbarkeit“ und Ästhetik eines Ausstellungsstückes beeinträchtigt. Beschädigungen müssen durch geeignete Unterlegungs- und Nähmaßnahmen versorgt werden, für die passendes Garn oder Stoffmaterial oft im „Nassbereich“ der Werkstatt extra eingefärbt wird. Diese Schritte werden wie bei der Objektkonservierung jedoch erst nach einer sorgfältigen Voruntersuchung, Schadensdokumentation, manchmal auch nach naturwissenschaftlichen Analysen und im Austausch mit den Sammlungskurator*innen gesetzt, was wiederum bedeutet, dass ein erheblicher Teil der Arbeitszeit am Computer verbracht wird.

Präsentation und Ausstellungsmontagen
Bei jeder Ausstellung, insbesondere auch bei der aktuellen neuen Schausammlung des Weltmuseums Wien, wird dem Team Erfindungsreichtum, handwerkliches Geschick und viel Kreativität abverlangt, wenn es darum geht, mit möglichst unsichtbaren Unterbauten schwebende, lebendig inszenierte und dabei immer so substanzschonend wie möglich angelegte Textilmontagen zu entwickeln. Kaum ein Textilobjekt kann ohne einen schützenden und stützenden Unterbau, ohne eine raffinierte „Schwerkraftüberlistung“ und ohne versteckte Staub- oder Lichtschutzmaßnahmen ausgestellt werden. Häufig verlangen geringe Ausstellungsbudgets, dass im Interesse der Objekterhaltung um Kompromisse gerungen werden muss.

Papierkonservierung

Neben den klassischen graphischen Blättern, Büchern, Archivalien, Photos und vielen anderen Papierobjekten, ist die Papierkonservierung auch für pflanzliche Beschreib- und Baststoffe verantwortlich, die einen fließenden Übergang in den textilen Bereich bilden. Viele Objekte bestehen zudem aus Materialkombinationen mit einem Papieranteil oder einem Material mit papierähnlichem Charakter.

Der Überschneidungsbereich mit anderen Fachgebieten spiegelt sich auch in der Werkstättensituation wider – die „mobile“ Papierrestauratorin wechselt je nach Erfordernis zwischen den Räumen der Textil- und Objektkonservierung. Durch diese Zusammenarbeit mit den anderen Restaurator*innen können selbst für Objekte mit komplexen Materialkombinationen gute Lösungen gefunden werden.

Da die vielfältigen Aufgaben der Konservierung, der Depotpflege und der Ausstellungsvorbereitung durch derzeit eine teilzeitbeschäftigte Restauratorin nicht abgedeckt werden können, müssen anlassbezogen externe Fachkräfte hinzugezogen und folgende Schwerpunkte gesetzt werden: zurückhaltende Konservierungen anstelle von aufwendigen Einzelobjektrestaurierungen und die Verbesserung der Lagerungsbedingungen von konservierten Objekten statt einer systematischen Depotpflege.

Eine einheitliche Lagerung der Papierobjekte ist in der Vergangenheit nicht erfolgt:
In Schubladen übereinanderliegend, gerahmt an ausziehbaren Gitterwänden, gerollt auf Regalen, offen in Fächern der Kompaktanlagen liegend, gefaltet, gehängt oder in Schachteln gepackt – so unterschiedlich wie die Lagerung ist auch die Qualität der Verpackung. Nötige Verbesserungen erfolgen immer individuell, an Objekt und Standort angepasst, und in Rücksprache mit den SammlungskuratorInnen.

Gerade die richtige Handhabung der Gegenstände erweist sich als wesentlich für deren Erhaltung. Saugendes Material wie Papier und besonders empfindliches Photomaterial nehmen vermehrt Verunreinigungen auf. An Händen klebende Schweiß-, Fett- oder Schmutzreste bewirken chemische Veränderungen, die oft erst nach einiger Zeit am Objekt sichtbar werden. Besonderes Augenmerk wird deshalb auf einfache präventive Schutzmaßnahmen wie z. B. Schutzhüllen, Unterlagen und Passepartouts gelegt.

Präventive Konservierung

Unter dem Begriff Präventiver Konservierung versteht man all jene Handlungen die gesetzt werden, um Schäden an Sammlungsobjekten zu verhindern oder zu minimieren und um Schadensprozesse zu verlangsamen. Dies inkludiert das Analysieren und Bewerten von Risiken, die Entwicklung und Umsetzung von Richtlinien zur Schaffung adäquater Umgebungsbedingungen für Depot und Ausstellungen, das Integrated Pest Management (IPM) und die Optimierung von Objektlagerung, Verpackung und Transport. Die Verantwortung für diesen großen Aufgabenbereich hat das Museumsteam, bestehend aus Restaurator*innen, Sammlungstechniker*innen, Kurator*innen, Gebäudemanagement, Aufseher*innen und anderen Museumsexpert*innen. 

Zu den Umweltfaktoren im Innenbereich des Museums, die Objekte in den Ausstellungsräumen bzw. Depots schädigen können, zählen Lichtstrahlung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Museumsschädlinge, flüchtige organische Verbindungen, Luftschadstoffe, Schock & Vibration.

Klima
Die Neue Burg im Komplex der Wiener Hofburg war ursprünglich als Wohntrakt für die kaiserliche Familie gedacht (Baubeginn 1881- Baustopp 1913). Um höchsten Wohnkomfort zu gewährleisten, wurde ein von Carl Böhm entwickeltes innovatives Heizungs- und Belüftungskonzept umgesetzt. Eine Luftbeheizung mit Außenluftzufuhr sollte für angenehme Temperaturen in den Wintermonaten sorgen, ein zusätzliches 2. Kellergeschoß die Kühlkapazität in den Sommermonaten erhöhen.

Im Zuge der Neueröffnung des Weltmuseums Wien wird der historische Luftbrunnen für eine optimale Nutzung der Frischluftversorgung im Museum adaptiert.

Grundlagen zu einem konservatorischen Betriebskonzept für die Neue Burg in Wien
von Dr. Alfons Huber

Um die Umsetzung des Konzepts einer passiven Klimatisierung zu ermöglichen, wurden die Richtlinien nach ASHRAE als erstrebenswertes Ziel festgelegt. Das Klima in den Depot- und Ausstellungsräumen wird in Zukunft einem saisonal bedingten Wechsel der Lufttemperatur (19°C – max. 26°C) und der relativen Luftfeuchtigkeit (40%-60%) unterliegen. Klimaschleusen und eine Außenbeschattung aus Streckmetallgitter im den Ausstellungssälen sollen ein stabiles Klima mit nur geringen Schwankungen gewährleisten. Objekte, die äußerst sensibel auf Klimaschwankungen reagieren, werden in konditionierten Vitrinen oder in kleinen, aktiv klimatisierten Depots aufbewahrt. Zu den Sorgenkindern, die ein enger definiertes Klima benötigen, zählen die Elfenbeinsammlung, die Sammlung asiatischer Lackarbeiten, korrosionsgefährdete Metalle und Leder- bzw. Fellobjekte.

Lichtmanagement
Der Balanceakt zwischen Ausstellen und Konservieren ist oft ein schwieriger. Durch Lichtstrahlung können irreversible Schäden in Form von Ausbleichen, Farbveränderung oder Materialermüdung auftreten. Deshalb werden im Vorfeld die Ausstellungsdauer, die zu wählende Beleuchtungsstärke, aber auch der Wert eines lichtempfindlichen Sammlungsgegenstandes diskutiert. Nicht alle Materialien sind lichtempfindlich, und es gibt Richtlinien, die Auskunft über die zu erwartende Lichtempfindlichkeit von Materialien geben. Dabei fungiert der ISO Blaumaßstab als Referenz. Der Blaumaßstab besteht aus acht Textilstreifen, wobei der jeweils vorangehende dreimal lichtempfindlicher ist als der darauffolgende. Sehr lichtempfindlich (ISO BWS #1, #2, #3) sind die meisten Pflanzenextrakte, helle Farbstoffe und Farblacke, frühe synthetische Farben und kolorierte Photographien. Auch manche Federfarben, Felle, Leder oder Naturfasern zählen zu dieser Kategorie.

Oftmals reflektieren die Richtlinien die tatsächliche Lichtempfindlichkeit eines spezifischen Objekts nicht ausreichend, deshalb wurden In situ spot tests entwickelt. Microfading ist eine rasche, zerstörungsfreie und objektspezifische Methode, um die Lichtempfindlichkeit zu testen. Dabei wird sichtbares Licht als Spot im Submillimeterbereich auf das Objekt geworfen und das Resultat als Farbveränderung mit einem Spektrophotometer verfolgt. Für die Neuaufstellung der Sammlung, die über einen langen Zeitraum zu sehen sein wird, wurden Lichtempfindlichkeitstests an ausgewählten Textilien und Papierarbeiten durchgeführt.

Manche Papierobjekte werden auf Grund ihrer Lichtempfindlichkeit nur als Reproduktionen in der Ausstellung zu sehen sein, andere werden nach einer definierten Anzahl von Luxstunden (Lux=Einheit der Beleuchtungsstärke) ausgewechselt oder durch technische Lösungen geschützt.

Integrated Pest Management
Seit 2002 wird im Weltmuseum Wien das Integrated Pest Management (IPM) angewandt – darunter versteht man alle Methoden zum Schutz von Kunst- und Kulturgütern vor Schädlingsbefall ohne Verwendung von gesundheits- und umweltschädlichen Mitteln. Sehr großer Wert wird auf Präventionsmaßnahmen in allen Depoträumen gelegt, wobei die Sauberkeit der Museumsobjekte sowie deren Umgebung, die Regulierung der klimatischen Bedingungen (optimal: kühl und nicht zu feucht) und die Einhaltung von strengen Quarantäneregeln (keine Einschleppung von Schädlingen) maßgeblich sind. Um einen möglichen Insektenbefall rechtzeitig erkennen zu können, wird ein regelmäßiges Monitoring (mittels Klebe- und Pheromonfallen) eingesetzt. Zur Bekämpfung eines eventuellen Insektenbefalles bzw. aus präventiven Gründen (Quarantänemaßnahme) stehen dem Weltmuseum zwei Methoden zur Verfügung: Einfrieren oder Anoxia-Behandlung mit Sauerstoffabsorbern.

Objektverwaltung und Sammlungstechnik

Die Aufgabenbereiche der Sammlungstechniker*innen sind vielfältig. Die zwei wichtigsten Ziele dieser Tätigkeit sind die praktische Handhabung der Sammlungsobjekte in der Ausstellung, im Depot und in der Transportlogistik sowie die Schaffung bestmöglicher Bedingungen für deren Erhaltung und Lagerung. Diese Arbeiten werden in Absprache mit den Restaurator*innen sowie den Kurator*innen mit Kreativität, handwerklichem Geschick, Teamfähigkeit, Organisationstalent und vor allem einem großen Verantwortungsgefühl für die Handhabung der wertvollen Kulturgüter ausgeführt.

Objekttransport
Der Transport von Objekten scheint auf den ersten Blick sehr simpel zu sein. Man nehme ein Objekt und führe es von A nach B!? Hinter diesem sehr einfach anmutenden Schritt stecken viel Planung und Organisation; Größe und Materialien der zu transportierenden Gegenstände machen die Aufgabe komplex. Zum Beispiel mussten zahlreiche Großobjekte in das Zentraldepot des KHM-Museumverbandes gebracht werden. Bereits ein Jahr zuvor wurde bezüglich des freien Platzes im Zentraldepot korrespondiert. Der/Die Registrar*in muss die entsprechende Verstandortung der einzelnen Objekte vornehmen. Die Bezeichnung des Standorts im Depot umfasst folgende Angaben: Raum/Regal/Feld/Fach. Diese werden digital in der Museumsdatenbank gespeichert und auf Papier am Objekt angebracht.

Kurz vor dem eigentlichen Transport müssen die Objekte sicher und schonend verpackt werden.
Fragile Objekte benötigen Zusatzkonstruktionen, damit sie während des Transports keinen Schaden nehmen. Besonders große Objekte passen nicht immer durch die Türen des Museums, daher muss in Einzelfällen ein Speditionskran bedient werden, der die Großobjekte über den Museumsbalkon hebt. 
Die Arbeit ist nun jedoch noch nicht getan: Oftmals müssen die Objekte auch zur Schädlingsbekämpfung transportiert werden, wo sie etwa sechs Wochen behandelt werden.

Objektlagerung
Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Objektlagerung in den verschiedenen Depots des Weltmuseums Wien und des Außendepots in Himberg. Als Laie kann man sich in den labyrinthähnlichen Gängen der Depots im Keller leicht verirren, jedoch hat auch hier alles seine Ordnung. Die Objekte sind sowohl regional als auch nach besonderen Anforderungen der Materialien (z. B. asiatischer Lack, Elfenbein, Metall) gelagert. Hierbei achten Objektverwalter*in und Sammlungstechniker*innen vor allem auf die optimale Lagerung, die Kontrolle und Wartung der klimatischen Gerätschaften sowie auf das Integrated Pest Management (IPM).

Objektmontage
Für manche Ausstellungen müssen die Sammlungstechniker in Zusammenarbeit mit den Restaurator*innen sowie den Kurator*innen die Montagen für die Objekte herstellen. Diese Aufgabe benötigt oft viel Einfallsreichtum, Kreativität und auch ein gewisses Maß an Diplomatie – die Montagen müssen den jeweiligen Anforderungen sowohl der Kurator*innen als auch der Restaurator*innen genügen.

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