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Ein Pfeilköcher, der zum Mitführen von Pfeilen sowie des Bogens dient. Köcher wie diese kamen hauptsächlich bei langen Truppenmärschen, wie beispielsweise im Zuge des sankin kōtai,3 zum Einsatz und wurden von Bogen-Einheiten auf der Schulter getragen. Der jeweils schwarz lackierte Rahmen aus Bambus sowie das untere gewölbte Ende aus Leder sind mit mokkō-Familienwappen (stilisiertes Blatt einer Zierquitte) versehen. Der Köcher (Inv.-Nr. 32357) fasst zwanzig dreifach gefiederte Pfeile (gegenwärtig sind nur neunzehn vorhanden). Die am äußeren Rahmen angebrachte Metallvorrichtung ist so konstruiert, dass sich daran ein Bogen fixieren lässt (dieser fehlt). Im Gegensatz zu Köchern, in die man die Pfeile gebündelt hineingeben kann, oder Hüftköcher, die generell nur zum Transport der Pfeile dienen und bei denen der Bogen separat an der Rückseite der Hüfte mit einem Band oder Gurt befestigt wird, dient dieser Köcher dazu, die Pfeile und den Bogen gebündelt auf der Schulter zu tragen. Für den Einsatz wurde der Bogen gelöst und in die Hand genommen und der Köcher an der Metallvorrichtung in den Hüftgürtel gesteckt und mit einer Schnur fixiert. Bei diesem Köcher (Inv.-Nr. 32357) handelt es sich um ein besonders gut erhaltenes Exemplar. (KH/TI)

Sammler/in:
Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) DNB

Material/Technik:
Rohr, braun lackiert
Leder, braun lackiert und mit Goldornament

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Ostasien

Geographie
Ostasien/Japan

Inv. Nr.
32357

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