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Bechertrommel mit Etikett zur Wiener Weltausstellung 1873

vor 1873 | Matthäus Much

Die Wiener Weltausstellung von 1873

 

1873 setzt die Wiener Weltausstellung einen wesentlichen Impuls für die Ausbreitung der Orientmode in bürgerlichen Kreisen. Nebenher soll das heimische Kunsthandwerk belebt werden, indem es aus dem üppigen Reservoir exotischer Materialien schöpft. Alles wird „orientalisiert“, von der zeitlosen Kindergabel bis zum einfachen Sitzmöbel. Das 1875 gegründete Orientalische Museum soll den Handel mit dem Orient ankurbeln. Sein kunstgewerblicher Grundbestand wird der Weltausstellung entnommen. Elf Jahre später wird das Orient-Museum in Österreichisches Handelsmuseum umbenannt. Als Europa den Markt mit selbst produzierten Orient-Artikeln zu überschwemmen beginnt, hatte die Exotik des Orients ihren Zauber bereits verloren. 1925 wird das Österreichische Handelsmuseum aufgelöst.

Sammler/in:
Matthäus Much (1832 Göpfritz/Wild (NÖ) - 1909 Wien) DNB

Bezug/Institution:
Wiener Weltausstellung (1873) DNB

Zeit:
vor 1873

Objektbezeichnung
Bechertrommel mit Etikett zur Wiener Weltausstellung 1873

Material/Technik:
Terracotta, Leder, Papier

Maße:
Rest. H. 26 cm × Dm. 13 cm

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Periode
Osmanisches Reich

Inv. Nr.
5648

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