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Bischofsmitra

1530-1550 | Ambras

Alle Federarbeiten, die Sie hier sehen, sind als Federmosaike gefertigt. Diese Technik hatten die aztekischen Kunsthandwerker in den letzten Jahrzehnten vor der spanischen Eroberung wesentlich weiterentwickelt und verfeinert. Sie stellten rituelle Federobjekte für ihre Herrscher, für angesehene Krieger, für Priester, aber auch für Götterstatuen her. Die Europäer kamen aus dem Staunen gar nicht heraus, als sie diese handwerklich aufwendigen und künstlerisch herausragenden Federarbeiten sahen. Und schon bald ließen sie selbst Gegenstände aus Federn produzieren. Die katholischen Priester haben die Federhandwerker natürlich auch eingesetzt, um für sie religiöse Objekte zu machen: zum Beispiel Heiligenbilder, von denen zwei ausgestellt sind. Und auch eine wunderbare Bischofsinfel, komplett aus Federn angefertigt, also das ist eine unglaubliche Arbeit gewesen. Sehr schön eigentlich. Diese Bischofsinfel bzw. Mitra aus winzigen irisierenden Federn muss im Sonnenlicht eine starke Wirkung gehabt haben. Nun trugen also die neuen spirituellen Führer, die katholischen Priester, Kopfbedeckungen aus kostbaren Federn – das dürfte die Missionierung durchaus erleichtert haben.

Zeit:
1530-1550

Objektbezeichnung
Bischofsmitra

Kultur
Mexiko

Material/Technik:
Bastpapier, Federn, Satin, Goldborte

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Nord- und Mittelamerika

Inv. Nr.
125210

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