Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Kontakt springen Zur Suche springen Zur Suche springen Zum Footer springen

Brusttuch, Batik

Kemben

Erste Hälfte des 20. Jh. | Reinhold Mittersakschmöller

Langes, schmales Baumwolltuch mit Batiktulis in Dunkelblau und Beige (ausgebleichtes Sogabraun) auf gebrochenem Weiß. Im Zentrum eine ausgesparte weiße, langegezogene Raute mit gewellten Kanten, genannt Sindangan. Der Rest ist Semen-Muster mit stilisierten Garuda-Motiven ("lar" und "sawat") zwischen den schön gezeichneten ornamentalen Ranken und kleinen Streumotiven auf gepunktetem Hintergrund. Kanten mit umlaufender Bordüre. An 3 Seiten feine Säume, an einer Längskante unversäuberte leicht fransende Schnittkante.

 

Kemben ist ein Tuch, das um den Oberkörper gewickelt und über einem Kain Panjang (Hüfttuch) getragen wird. Wenn man die Darstellungen in den javanischen Tempeln betrachtet, kann man feststellen, dass diese Art der Bekleidung bereits seit dem 8. Jahrhundert beliebt war. Auch gegenwärtig wird dieses schulterfreie Kleidungsstück bei zahlreichen indonesischen Ritualen, traditionellen javanischen Tänzen sowie Palastzeremonien in den javanischen Palästen (kraton) getragen. Die nackten Schultern, die beim Tragen von Kemben sichtbar sind, können als Ausdruck von Ästhetik, Eleganz und Weiblichkeit betrachtet werden. Es ist bedauerlich, dass dieses Kleidungsstück immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird.

Zeit:
Erste Hälfte des 20. Jh.

Objektbezeichnung
Brusttuch, Batik

Kultur
Yogyakarta, Java

Material/Technik:
Maschinell gewebte Baumwolle, Leinwandbindung, Naturfarben (soga, indigo), Handbatik (batik tulis).

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Insulares Südostasien

Inv. Nr.
178107