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Brusttuch, Batik

Kemben

Ende des 19. Jh. | Ludwig Hans Fischer

Ein Batiktuch als Brusttuch verwendet. Meistens hat ein Brusttuch eine längliche Raute, genannt Sindangan, die mit verschiedenen cemukiran (flamenähnlichen Ornamenten) umrandet ist.

 

Kemben ist ein Tuch, das um den Oberkörper gewickelt und über einem Kain Panjang (Hüfttuch) getragen wird. Wenn man die Darstellungen in den javanischen Tempeln betrachtet, kann man feststellen, dass diese Art der Bekleidung bereits seit dem 8. Jahrhundert beliebt war. Auch gegenwärtig wird dieses schulterfreie Kleidungsstück bei zahlreichen indonesischen Ritualen, traditionellen javanischen Tänzen sowie Palastzeremonien in den javanischen Palästen (kraton) getragen. Die nackten Schultern, die beim Tragen von Kemben sichtbar sind, können als Ausdruck von Ästhetik, Eleganz und Weiblichkeit betrachtet werden. Es ist bedauerlich, dass dieses Kleidungsstück immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird.

Sammler/in:
Ludwig Hans Fischer (1848 Salzburg - 1915 Wien) DNB

Zeit:
Ende des 19. Jh.

Objektbezeichnung
Brusttuch, Batik

Material/Technik:
Maschinell gefertigte Baumwolle, Leinwandbindung, Naturfarben (Soga und Indigo), Handbatik (batik tulis)

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Insulares Südostasien

Inv. Nr.
91469

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