Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Kontakt springen Zur Suche springen Zur Suche springen Zum Footer springen

« Chêne d’Abraham » [„Abrahams Eiche“]

um 1875 | Félix Bonfils

Im Hain Mamre nahe Hebron gedeiht heute nur mehr eine angeblich 5.000 Jahre alte buschige „Eiche“ von ehrwürdiger Schönheit, unter der einst der große Stammvater Abraham seine Wanderhütte aufgeschlagen haben soll. So steht es in den Heiligen Büchern. In Hebron liegt auch das Grab Abrahams und der arabische Name der im heutigen Westjordanland gelegenen Stadt, al-Khalīl („der Freund [Gottes]“), bezieht sich ebenfalls auf den gemeinsamen Urahnen der Juden, Christen und Muslime. Hebron ist vielen heilig, und wo etwas als hochheilig und historisch gilt, wird‘s ein bisserl kompliziert.

 

Einst war die „Eiche Abrahams“ ein Touristenmagnet. Juden und Christen, denen der Zugang zur Höhle, wo die Erzväter und -mütter der Legende zufolge begraben liegen, verwehrt war, verrichteten dort ihre Gebete. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts trugen Zweige noch vereinzelt Blätter. 1996 ist der Hauptstamm abgestorben; seitdem halten schwere Balkenklammern aus Eisen den Rest zusammen. Überwachungstürme, Mauern, Zäune und Checkpoints prägen heute das Stadtbild Hebrons. 1998 soll aus „Abrahams Eiche“ ein kleiner Trieb den Boden durchstoßen haben.

Fotograf/in:
Félix Bonfils (1831 Saint-Hippolyte-du-Fort - 1885 Alès) DNB

Sammler/in:
James Camille Samson (1856 New York - 1896 Wien) DNB

Zeit:
um 1875

Objektbezeichnung
Abzug

Signatur
203

Bildrecht
Weltmuseum Wien, Fotosammlung

Sammlungsbereich
Fotosammlung