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Grabstock

 

Die im hügeligen Waldland des Bundesstaates Orissa lebende ethnische Gruppe der Kutia Khond gehört zur mit „Adivasi“ bezeichneten Bevölkerungsgruppe Indiens, was wörtlich übersetzt soviel wie „die ursprünglichen Bewohner“ oder „die ersten im Lande“ bedeutet. Um die damit konnotierenden etwaigen Besitzansprüche auf das von ihnen besiedelte Land zu verhindern werden sie heute als „scheduled tribe“ bezeichnet. Für Mahatma Gandhi waren sie die „Children of the Forest God“ oder kurz „Forest People“. Die Nähe zum Wald verlieh den Khond jüngst weltweite Bekanntheit, waren die Dongria Kondh, eine der vielen unter Kondh subsumierte Einheit, doch für James Cameron das reale Vorbild seiner Avatar, des Stammes, der für den Schutz des angestammten Lebensraumes gegen Interessen von außen kämpft.

 

Traditionell betreiben die Kutia Ghong Brandrodungsfeldbau auf gerodeten Lichtungen im Dschungel. Neben dem Feldbau ergänzt die Jagd und das Sammeln den Speisezettel. Mit solchen Grabstöcken graben meist Frauen wild wachsende Knollen im Wald aus.

Sammler/in:
Kurt Einzinger

Objektbezeichnung
Grabstock

Material/Technik:
Holz, Eisen

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Inv. Nr.
160085

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