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Hochzeitsdecke

vor 1990 | Franz Trost

Inventarbuch: Hochzeitsdecke (akrilla munnga). Sie wird in ganz wenigen Dörfern am Lac Faguibin (westl. v. Timbuktu) von den Maabube hergestellt. Es sind dies gekastete Songhai-sprechende Weber des Peul-Milieu und gelten als die ältesten (sie werden als erste namentlich von H. Barth, 1958, IV:148 erwähnt) und besten ihres Faches. Von ihnen lernten später alle anderen die Weberei. Einige von ihnen sind (aber erst an zweiter Stelle) auch Barden (Griots) und öffentliche Leute.

Die a. munnga wird vorwiegend für die Mauren hergestellt, die bis Timbuctu nomadisieren und die Decke als Windschutz für ihre Zelte oder Hänger vor dem Bett verwenden. Da ihre Herstellung als eine wichtige Prestigeangelegenheit galt, war sie traditionellerweise nicht auf dem Markt zu kaufen.

Munnga-Decken werden in der Literatur äußerst selten erwähnt. A. Dupuis-Yakouba, Industries et principales professions des habitants de la région de Tombouctou, Paris, 1921 : 28 unter „Muna“.

(In : J. Gabus, 1959 :94, Kunst der Wüste, befindet sich eine Abbildung einer arkilla kerka= Hochzeitsdecke der Peul)

Sammler/in:
Franz Trost

Bearbeitet von:
Alfred Janata (1933 Wien - 1993 Wien)

Zeit:
vor 1990

Kultur
Peul

Material/Technik:
Schafwolle

Maße:
Rest.: L 368 cm x B 120 cm

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Inv. Nr.
171807

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