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Hochzeitskleid

um 1930 | Koç Cemaliye

Langes, dunkelrosafarbenes, mit goldgestickten Blättern (Zweige, Blumen) üppig verziertes Hochzeitskleid, türk. bindalli. Der Rotton des Kleides soll Fruchtbarkeit symbolisieren und steht für Glück und Fruchtbarkeit. Das Kleid wurde einst zur Kina gecesi (Henna Nacht) getragen, eines der wichtigsten Hochzeitsbräuche in der Türkei, welches einen Tag vor der Hochzeit im Haus der Brauteltern stattfand. Bei diesem Fest, an dem ausschließlich Frauen teilnahmen, verabschiedete sich die Braut von Freunden und Familie und erhielt eine Hennabemalung in die Handinnenflächen, die ihr Glück in der Ehe bescheren sollten. Das Bindalli ist heute einem roten Abendkleid gewichen.

Sammler/in:
Koç Cemaliye

Zeit:
um 1930

Kultur
Kurden

Material/Technik:
Baumwolle, Atlasbindung (Satin); Baumwolle, Leinwandbindung; Futter: Baumwolle, Leinwandbindung; Paillette, Krausbouillon, Goldlahn mit Seelfaden, Sprang, Baumwollgarn ?

Maße:
Rest: L. 134 cm, Ärmelbr. 145,5 cm, Saumbr. 116 cm

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Inv. Nr.
189336

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