Sammler/in:
Adolf Nobl
Sammler/in:
k.u.k. Kriegsmarine, Pola
Bezug/Sammler/in:
S.M. Corvette Saida
Zeit:
vor 1897
Objektbezeichnung
Kopfschmuck
Material/Technik:
Delphinzähne, Glasperlen, Kokosfaser
Bildrecht
Weltmuseum Wien
Sammlungsbereich
Ozeanien und Australien
Inv. Nr.
58342
Provenienz
Dieser Peue‘ei/Peue koi’o-Kopfschmuck wurde vom Schiffsarzt Adolf Nobl (26. Februar 1861–1926) in Taiohae, der Hauptstadt Nuku Hivas (Marquesas-Inseln), für das k.k. Naturhistorische Hofmuseum angekauft. Er gibt an, den Kopfschmuck von Vaekehu beziehungsweise ihrer Schwiegertochter Sabine erhalten zu haben. Vaekehu war eine komplexe Figur der marquesischen Geschichte, die von den Franzosen zur „Königin“ ernannt wurde. Sie trieb aktiv die katholische Missionierung der Marquesas-Inseln voran und unterstützte so die Unterdrückung der Kultur dieser Inseln. Gleichzeitig war sie als „Königin“ einer Gesellschaft, die durch eingeschleppte Krankheiten und gewaltvolle Konflikte stark dezimiert wurde und de facto keine politische Macht hatte, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts völlig von der französischen Kolonialregierung abhängig. Der genaue Erwerbskontext des Kopfschmucks ist unklar, er steht jedenfalls in engem Zusammenhang mit der katholischen Mission und der französischen Kolonialregierung.(Hofmann, 27. Februar 2025)




















