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Lebensrad

20. Jahrhundert | Theodor Manak

 

Das Lebensrad stellt didaktisch einfach die visionäre Einsicht des Buddhismus dar. Alle Wesen welche in ihrem Leben die Erleuchtung noch nicht erlangt haben werden nach ihrem Tod je nach dem Verhältnis ihrer guten und schlechten Taten in sechs verschiedenen Welten wieder geboren. Sechs Abschnitte zeigen diese Welten: von einer himmlischen ganz oben bis in eine höllenartige ganz unten. Interessant für uns ist der Grenzbereich zwischen der Welt der Götter und der der sogenannten Asuras links davon. Hier wird um die süßen Früchte und wohlriechenden Blüten des Wunschjuwelenbaumes (dpag bsam ljon shing) gekämpft. Der Ausdruck „Asuras“ wird mit „albgötter“ oder „Streitende Götter“ übersetzt, liefern sie sich doch beständig Scharmützel mit den Göttern um die Früchte dieses Baumes wobei sie ständig verlieren. Erwächst der Baum auch in der Welt der Asuras sind es doch ausschließlich die Götter, die seine Früchte und Blüten genießen können, entfaltet sich seine Krone doch in ihrer Welt.

Sammler/in:
Theodor Manak

Zeit:
20. Jahrhundert

Objektbezeichnung
Lebensrad

Material/Technik:
Leinwand

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Inv. Nr.
150957