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(nicht angegeben)

vor 1835 | Johann Natterer

Die Wels-Trompeten sind nicht heilig, spielen aber eine

besondere Rolle in der Gesellschaft. Beim zeremoniellen Gabentausch Púdali werden sie von Männern gespielt,

um das Geben und Nehmen von Geschenken anzukündigen. Die Längsstreifen der

Bemalung auf beiden Seiten erinnern an eine große Welsart, nachdem die

Trompeten benannt sind. Der tiefe, rumpelnde Klang der Trompeten imitiert das

Geräusch eines Baches, der mit laichenden Leporinus-Fischen gefüllt ist.Auf

diese Weise verbinden sie Blutsverwandte mit angeheirateten Verwandten, den

laichenden Fisch mit sozialen Beziehungen und den Fischfang der Männer mit der

Gartenarbeit der Frauen.

Sammler/in:
Johann Natterer (1787 Laxenburg bei Wien - 1843 Wien) DNB

Zeit:
vor 1835

Objektbezeichnung
(nicht angegeben)

Kultur
Baniva

Material/Technik:
Palmblattstreifen, Harz, Pigment, Farbstoff, Federn

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Südamerika

Inv. Nr.
1847

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