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Ramadanlampe

fanus

Im Ramadan wird die Nacht zum Tag. Die Umrisse der Moscheen erstrahlen im Neonlicht. Ganz Kairo ist erleuchtet. Der neunte Monat des islamischen Mondkalenders ist ein Lichterfest. Es ist die Zeit des Fastens und der religiösen Besinnung, des Gedenkens daran, dass zu dieser Zeit der Koran den Menschen herabgesandt wurde. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang sind die Gläubigen aufgerufen, auf Essen, Trinken, Rauchen und sexuelle Aktivitäten zu verzichten. Mit dem Sonnenuntergang wird mit einem üppigen Festmahl das Fastenbrechen im Kreis der Familie gefeiert. Bis zur letzten Mahlzeit vor Sonnenaufgang ist jedes Haus, jede Moschee, jedes Café festlich mit knallbunten Lampen dekoriert. Danach heißt es wieder fasten bis zum Abend. Die einst kunstvoll von Hand gefertigten Einzelstücke aus Dosenblech und farbigem Glas sind mittlerweile durch billige Plastikkonkurrenz „made in China“ ersetzt worden.

Sammler/in:
Peter Wolfgang Schienerl (1940 Wien - 2001 München) DNB

Zeit:
1978-1981

Objektbezeichnung
Leuchter

Material/Technik:
Aluminiumblech, Glas

Maße:
H. 35 cm, B. 38 cm, T. 28 cm

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Inv. Nr.
164301

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