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Reisgöttin

19. Jhdt. | S.M. Corvette Aurora

Die thailändische Reisgöttin „Mae Posop“ erkennt man an den Reisähren in ihrer Hand. Die Reispflanze und der Reis werden in Südostasien als materielle Manifestation von etwas Lebendigem und Sakralem angesehen. Diese Glaubensvorstellung ist Teil der sehr alten Weltsicht, dass die einzelnen Elemente der Natur eine lebendige Seele haben, die von der physischen Form getrennt existieren kann. Reis hat eine Seele, Reis ernährt den Menschen wie eine Mutter ihre Kinder und deshalb wird die Reisseele als Reismutter verstanden. Da der Reis die zentrale Lebensgrundlage der Menschen in Asien ist, steht die Reisseele im Rang einer Göttin. Der Lebenszyklus und die Fruchtbarkeit der Reispflanzen werden mit dem Lebenszyklus und der Fruchtbarkeit der Reisgöttin gleichgesetzt, deshalb werden etwa beim Blühen der Reispflanzen Schwangerschaftsrituale für die Reisgöttin abgehalten.

Sammler/in:
S.M. Corvette Aurora (1872 - 1920) DNB

Zeit:
19. Jhdt.

Objektbezeichnung
Reisgöttin

Kultur
Thailand

Material/Technik:
Bronzeguss

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Inv. Nr.
56761

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