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Sarong, Batik
Sarung
Erste Hälfte des 20. Jh. | P. C. van Vrijberghe de Coningh
Ein Peranakan-Sarong mit Kawung-Muster, das nach den Palmenkernen benannt ist. Das Muster ist klassisch javanisch und verheißt Fruchtbarkeit, da der Kern den Beginn des Lebens symbolisiert.
Die Kepala hat ein dreieckiges Tumpalmuster, das abwechselnd mit einem Blumenmuster (Rosen) und Weintrauben gefüllt ist. Eine solche Tumpalreihe wird als Kepala Pasung bezeichnet.
Der Papan ist mit zwei verschiedenen Vögeln verziert, die Schwalben und Sittiche sein können. Die Blumenmotive sind Rosen.
Gewisse Batik-Motive waren dem indonesischen Adel vorbehalten. Um diese Regel zu umgehen, wurden die klassischen, oft in Erdfarben gehaltenen Batiken abgewandelt und um kreative Motive erweitert. Diese erweiterten Muster sind farbenfroh und spiegeln den multikulturellen Einfluss wider. Oft werden sie um den Teil kepala ergänzt und somit meist als Sarong getragen. Durch diese Erweiterung sind sie keine „verbotenen Muster“ mehr, und jeder darf sie tragen und sich so mit dem Adel verbunden fühlen.
Hier wird ein kepala (Kopf)-Teil mit roten Farben (vermutlich aus Lasem) ergänzt, die mit Dreieckmotiv Tumpal und floralen Motiven aus schlängelnden Rosen und zwei verschiedenen Vögeln.

Sammler/in:
P. C. van Vrijberghe de Coningh
Zeit:
Erste Hälfte des 20. Jh.
Objektbezeichnung
Sarong, Batik
Kultur
Peranakan / Lasem, Java
Material/Technik:
Maschinell gefertigte Baumwolle, Leinwandbindung, synthetische und Naturfarben, Handbatik (batik tulis)
Bildrecht
Weltmuseum Wien
Sammlungsbereich
Insulares Südostasien
Inv. Nr.
146400



















