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Silberschmuck: Fibelkette

erste Hälfte 20. Jh. | Galerie Gebhart Blazek, Graz

Nahezu vollständiger Silber-Schmuck der Frauen aus dem Gebiet der Ahel Telt/Ahel Taida. Bestehend aus: a. einer Fibelkette mit einem großen linsenförmigen Anhänger in der Mitte. Seitlich fehlen die Fibeln,einem Ohrgehänge mit langer Kette und Fixierungs-element (zum Fixieren in den Haaren), L. max. 52 cm; e. einem Ohrstecker, (aus 5 Metallscheibchen u. 3 roten Glasperlen) H. 7,5 cm; f. vier Silberkugeln, die in den Haaren (und an den künstlichen Zöpfen) fixiert wurden, Dm. je 2,2 bzw. 4 cm; g. einem Brustcollier aus marokkan. Silbermünzen u. roten Glasperlen, L. 33, H. 26 cm. Entsprechend den Jahreszahlen auf den Münzen (AH 1320-1329 = AD 1902-1912) und den Aussagen der Vorbesitzer (regionale Zwischenhändler und Aufkäufer) müssten die Stücke etwa aus den 20er Jahren (Fuß und Armreifen eher älter) stammen. Schmuck dieser Art und Zusammenstellung ist für das Gebiet der Ahel Telt/Taida typisch, wurde jedoch nicht direkt in der Region gefertigt. Die Herstellung oblag jüdischen Silberschmieden, die nicht nur den Nordteil des Mittleren Atlas sondern auch Gebiete im Rif belieferten. Die Silberschmiede waren vermutlich in Taza, Debdou und Taourirt tätig (in Taourirt und Debdou waren auch jüdische Indigofärber ansässig).

 

Lit.: Jacques et Marie-Rose Rabaté, Bijoux du Maroc. Du Haut Atlas à la vallée du Draa. Aix-en-Provence: Édisud, 1996. Marie-Rose Rabaté et André Goldenberg, Bijoux du Maroc. Du Haut Atlas à la Méditerranée. Depuis le temps des juifs jusqu'à la fin du XXe siècle. Aix-en-Provence:Édisud, 1999

Zeit:
erste Hälfte 20. Jh.

Material/Technik:
Silbermünzen Glasperlen

Maße:
L. 33 cm, B. 26 cm

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Inv. Nr.
179768_1