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Stock
1994 | Monika Humer
Gebetsstock (hebr. makél, arab. ‘asa; ‘Stock’) [matte] aus Holz, dunkelbraun, lackiert. Zweiteilig, bestehend aus einem sich nach unten verjüngenden Stab und einem mit einem Nagel verbundenen gestalteten Griffteil (knaufförmige Verdickung am Oberende sowie drei erhabene Ringe). Für Gebet am Shabbat verwendet. Für besonders anstrengende, weil stundenlange Gebetssitzungen in der Synagoge (z.B. Yom Kippur) oder bei den Wallfahrtsfesten auf dem Berg Garizim benützen Männer ab etwa 50 Jahren derartige überlange Stöcke, um sich im Stehen darauf abstützen zu können. Der vorliegende Stock wurde für die Sammlerin neu hergestellt, denn kein Mann trennt sich gerne von seinem Stock, den er häufig vom Vater geerbt hat. Der Informant, Fayyad, meint, daß man den Stock nicht wirklich ‘braucht’, sondern daß die Männer glauben, damit mehr Würde auszustrahlen. Er selbst hält diese Praxis für ‘kindisch’ und gibt an, einen Stock zwar vom Vater geerbt zu haben, ihn aber nicht zu verwenden. [Angaben der Sammlerin.] Neu. Aus Tel Aviv. Preis: Im September 1994 in situ von der Sammlerin erworben.

Sammler/in:
Monika Humer (geb. 1966) DNBarrow_outward
Zeit:
1994
Zugangsdatum:
1994
Kultur
Samaritaner
Material/Technik:
Holz
Maße:
L (gesamt) 127,5 cm
Bildrecht
Weltmuseum Wien
Sammlungsbereich
Nordafrika, Vorder- und Zentralasien, Sibirien
Inv. Nr.
175377








