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Tabakbüchse

Tempat tambako

Hinweis: Nachfolgender Text stammt aus einem Sammlungskatalog des 19. Jahrhunderts und spiegelt in Sprache und Perspektive teilweise koloniale Denkmuster wider. Wir präsentieren den Text in seiner Originalfassung, um die Sammlungsgeschichte transparent zu machen und eine kritische Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe zu fördern. Bestimmte Begriffe und Formulierungen können heute als problematisch empfunden werden. Ein Forschungsprojekt aus dem Jahr 2009 kam zu dem Schluss, dass die meisten Beschreibungen sachlich korrekt und weiterhin verwendbar sind; lediglich wenige Details erwiesen sich als ungenau oder fehlerhaft. Ergebnisse dieses Projektes wurden in folgendem Bestandskatalog publiziert: khm-wmw-tm-library.on.worldcat.org/oclc/1457155265"159. Tabakbüchse - "Tampat tambako".Ein becherförmiges Gefäss mit abhebbarem Deckel versehen, sehr hübsch gearbeitet und mit geschmackvoller Gravirung verziert. Der Tabak bildet ebenfalls bei den meisten Eingebornen des indischen Archipels ein Genussmittel. Er wird zum Kauen und zum Rauchen verwendet, beim Rauchen macht der Eingeborne aus einem trockenen Palmblatte eine Art Cigarrette, die er in wenigen Zügen ausraucht. Der Tabak gedeiht auf den meisten Inseln des Archipels und wird in Java von Europäern und Chinesen in grossen Plantagen cultivirt und das Product meist exportirt. Der Eingeborne kauft sich den geschnittenen Tabak auf den Passers (Bazars) der Dörfer. Die Frauen rauchen in den meisten Gegenden mit derselben Vorliebe diese kleinen Strohcigarretten, auch sind sie dem Tabakkauen nicht abgeneigt."Zitiert aus: Czurda, F. A. J. (1883). Catalog mit Erklärungen der Etnografischen Privatsammlung des Dr. F. A. J. Czurda in Postelberg (Böhmen). (S. 38). Wien, Wilhelm Braumüller

Sammler/in:
František A. J. Czurda (1844 Pisek - 1886 Cirebon) DNB

Objektbezeichnung
Tabakbüchse

Kultur
Java

Material/Technik:
Messing; gegossen, ziseliert, punziert

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Insulares Südostasien

Inv. Nr.
17943

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