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Tsam-Tanzfigur

Im Weltmuseum Wien befinden sich in der Sammlung Hans Leder 12 Holzfiguren, welche Figuren aus dem in Tibet entstandenen sakralen Tsam- Tanz darstellen. Die Figuren entstanden als Auftragswerk für Leder und sind vermutlich kein autochthones mongolisches Kunstprodukt. Der Tsam - Tanz ist eine religiöse Zeremonie bzw. ein sakrales Fest, bei welchem Lamen bzw. Mönche sich (zu einer bestimmten Zeit im Jahr) mit aufwendigen Masken und Kostümen verkleiden und vor den Tempeln mit Begleitung von Musik pantomimische Tänze aufführen. Sie stellen dabei unterschiedliche buddhistische Schutzgötter, Tiere, Garuda oder Helden dar.

 

Diese Figur stellt den Raben dar, der im Tsam versucht die geweihten Opfergaben vom Mittelpunkt des Tanzplatzes zu berühren, zu entweihen bzw. zu stehlen, jedoch von den zwei Herren der Friedhöre und zwei Helden vertrieben wird. Weiters hält der Rabe während der Aufführung gemeinsam mit den Herren der Friedhöfe Ordnung unter den Zusehern. So bringt etwa der Schlag durch den Rabenflügel oder den Stock der Herren der Friedhöfe Unglück.

Objektbezeichnung
Tsam-Tanzfigur

Kultur
Mongolei

Material/Technik:
Holz, geschnitzt, bemalt

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Inv. Nr.
74720

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