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Umlaufmünze zu 10 Para

1839/1840 | Anna Bovell

Osmanische Kupfermünze, glatter Rand, runde Form. Umlaufmünze zu 10 Para. Auf dem Revers befindet sich die Tughra (Signum) von Sultan Abdülmecid I (R 1839—1861). Der Avers zeigt die Wertzahl 10 (١٠) des Nominals in arabischen Zahlzeichen, den Namen der Münzstätte (قسطنطينيه /Konstantiniye, Konstantinopel) und das Jahr der Thronbesteigung (١٢٥٥, AH 1255 = AD 1839/40).

 

Aufgrund der Öse wohl sekundär als Schmuckmünze verwendet. Geprägt wurden die neuen Münzen nach der großen Währungsreform von Sultan Abdülmecid I: „von französischen und englischen Münztechnikern in einer neuen, mit Dampfkraft betriebenen und mit englischen Maschinen ausgestatteten Münzstätte, die unterhalb des Topkapi-Palastes errichtet wurde. Die neue stabile Währung stellte eine große Erleichterung für den internationalen Handel dar. Vor allem die ausländischen Handelshäuser machten glänzende Geschäfte. Denn dem Osmanischen Reich waren nun Kredite auf dem internationalen Finanzmarkt viel leichter zugänglich. Und dies war nicht nur positiv. Zwar gedieh der Handel, doch gleichzeitig wuchsen die Schulden, sodass sich das Osmanische Reich immer mehr in die Hände seiner Gläubiger begab.“ (Manfred Miller, Die Münzen des Osmanischen Reiches, Konstanz 2018, 623).

Sammler/in:
Anna Bovell

Sammlung:
Melissa Millonig

Zeit:
1839/1840

Material/Technik:
Kupfer

Maße:
2,7 cm

Beschriftung
Wertzahl 10 (١٠)

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Periode
Osmanisches Reich

Inv. Nr.
193480

Provenienz
1977 in Israel erworben