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Wandtuch, Batik

Batik basurek

Anfang 20. Jh. | Reinhold Mittersakschmöller

Écrufarbene Muster auf hellem Grund: 3 x 4 Vögel um Rautenmotiv, dazwischen stark reduzierte arabische Kalligraphie. An den Schmalenden Fransenmuster und aufgenähte goldenen Klöppelborte.

 

Die sogenannten batik Arab wurden an der Nordküste javas u.a. für den Export nach Sumatra produziert. In arabischer Kalligraphie, allerdings oft stark reduziert und kaum lesbar, wird vor allem die shahada, das "islamische Glaubensbekenntnis" - "Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammad ist sein Prophet" wiedergegeben. Die Tücher sind immer nur zweifärbig, häufig in Blau, seltener in Rot gehalten. Ein gängiger Mustertypus zeigt vier stilisierte Vögel um eine zentrale Raute gruppiert. Tücher dieses Formats wurden vermutlich als Schulter- oder Zeremonialtücher verwendet.

 

Die Verwendung von „arabisierten“ Schriftzeichen in der Batik basurek dient der Hervorhebung des arabischen bzw. islamischen Einflusses, ohne dass dabei eine tatsächliche arabische Schrift dargestellt wird. Dies kann darauf zurückzuführen sein, dass die Batikzeichner die arabische Schrift nicht beherrschen. Die Herstellung erfolgt zumeist in einer chinesischen Peranakan-Batikwerkstatt an der Nordküste Javas (Persisiran). In einigen Fällen handelt es sich bei den Auftraggebern jedoch um arabische Peranakan oder Muslime, die ein entsprechendes Tuch als Wandbehang bestellen.

Zeit:
Anfang 20. Jh.

Objektbezeichnung
Wandtuch, Batik

Material/Technik:
Maschinell gewebte Baumwolle, Leinwandbindung; Naturfarben, Goldfaden, Handbatik (batik tulis),

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Insulares Südostasien

Inv. Nr.
175196

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