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Xipe Totec (Unser Herr der Geschundene), Frühlings- bzw. Erneuerungs-/Kriegsgott

Diese aztekische Maske besteht aus Grünstein und entstand im 15. oder frühen 16. Jahrhundert. Beachten Sie die Augen- und Nasenlöcher sowie die Mundöffnung. Die Umrisslinien sind hier jeweils doppelt ausgeführt. Warum? Die Maske zeigt Xipe-Tótec, das heißt "unseren Herrn, den Geschundenen". Sein Gesicht ist mit einer zweiten Haut überzogen. Xipe-Tótec ist der Gott des Frühlings, der Aussaat, der Vegetation und ein Gott des Opfers. Sein Fest feierten die Azteken zum Frühlingsbeginn unter anderem mit einer Zeremonie, bei der einem Gefangenen die Haut abgezogen wurde. Andere Personen, vielleicht Priester, mussten sich dann in die Haut des Opfers hüllen. Vermutlich symbolisierte diese Zeremonie - entsprechend der sich häutenden Schlange - den Kreislauf der Natur und die Wiedergeburt.

Zeit:
um 1500

Objektbezeichnung
Xipe Totec (Unser Herr der Geschundene), Frühlings- bzw. Erneuerungs-/Kriegsgott

Material/Technik:
Stein

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Nord- und Mittelamerika

Inv. Nr.
12415

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