Die Zielsetzungen, die in den vergangenen Jahrzehnten die Sammelstrategie in dieser Abteilung bestimmten, spiegeln sich in den einzelnen Sammlungsbereichen wider.
Zum einen galt es in der zweiten Hälfte des 20. Jhs. systematisch und punktuell orientalisches Handwerk und Kunstgewerbe im Wandel der Zeit zu dokumentieren, zum anderen die symbolischen Formen, in denen die Volksfrömmigkeit der vier großen monotheistischen Religionen im Nahen und Mittleren Osten (Zarathustrismus, Judentum, Christentum, Islam) ihren Ausdruck findet, zu erfassen. Dieser Ansatz brachte es mit sich, dass wenige Objekte, falls überhaupt, als „Kunstwerke“ dokumentiert oder gesammelt wurden, sondern vielmehr eingebettet in ihrem historischen, sozioökonomischen und kulturellen Kontext studiert und erworben wurden. Die mittlerweile großteils historischen Sammlungen umfassen die Alltagskultur im Maghreb, Ägypten, Anatolien, Iran und Afghanistan im 19. und 20. Jh. sowie die materielle Kultur der sogenannten „kleinen Völker“ in Russisch-Fernost um 1900.





