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Ostasien: China, Korea, Japan

Im Jahr 2017 umfasst die Sammlung Ostasien, zu der Objekte aus China, Korea und Japan zählen, ca. 28.500 Objekte. Wobei ca. 15.000 Objekte allein aus nur einem Land, nämlich Japan, stammen.

Ein Sammlungsdisplay mit einem Plattenspieler, einer Porträtbüste, einer Spraydose mit einem Bild von einem Reiter, und einer analogen Uhr. Die Gegenstände sind auf einem grauen Hintergrund angeordnet.

Über die Sammlung

Fast 12.000 Objekte wurden im chinesischen Kulturkreis gesammelt. Eine kleine Korea-Sammlung von ca. 1500 Artefakten ist hauptsächlich Ende des 19. Jahrhunderts angelegt worden. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf Gegenständen der Alltagskultur aus diesen Regionen, und da der größte Teil bereits im 19. Jahrhundert gesammelt wurde, ist die Sammlung ein bedeutendes kulturhistorisches Zeugnis und ein wichtiges wirtschaftshistorisches Dokument.

In der Sammlung ebenfalls vertreten sind herausragende und einzigartige Kunstobjekte. Genannt seien der Thron-Stellschirm aus der Qing Dynastie, Periode Qianlong ( 1736 - 1795 ), oder das Hausmodell einer Daimyō –Residenz präsentiert bei der Wiener Weltausstellung 1873.

Forschungsprojekte der Sammlung

Publikationen

Getanzte Schöpfung
Ausstellungskatalog 2013 Getanzte Schöpfung
Getanzte Schöpfung
Ausstellungskatalog 2013 Getanzte Schöpfung

Kontakt

Dr. Bettina Zorn
Kuratorin
+43 1 534 30 – 5117
bettina.zorn@weltmuseumwien.at

Die Geschichte der Sammlung

Das früheste inventarisierte Objekt der Abteilung ist ein chinesischer, Jade imitierender Armreif aus Glas, der sich in der Parkinson‘schen Sammlung des Sir Ashton Lever befand. Wenige Objekte dieser Sammlung, integriert in die Cook-Sammlung, wurden im Jahre 1806 auf einer Auktion in London für das Kaiserhaus erworben.

Der Schwerpunkt der Sammlung liegt bei Kunstobjekten und Ethnographica aus Japan. Zu diesem Japanschwerpunkt trug nicht zuletzt Heinrich von Siebolds Sammlung bei, die sich seit 1888 als Schenkung an das k.k. Naturhistorische Museum, ethnographisch-anthropologische Abteilung (ab 1928 Museum für Völkerkunde), bei uns befindet und 5.315 Objekte umfasst. Ebenfalls bemerkenswert ist die Sammlung des Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este, der auf seiner Weltreise in den Jahren 1892/1893 zahlreiche interessante Objekte zusammentrug. In seiner Sammlung befinden sich auch die Gigaku-Masken, von denen man über ein Jahrhundert lang dachte, dass sie aus dem 8. bzw. 9. Jahrhundert stammen. Neuere Forschungen haben aber ergeben, dass es sich bei den in Japan zum Nationalschatz erhobenen Masken um Kopien vom Anfang des 19. Jahrhunderts handelt. Die Sammlungen umfassen sowohl Objekte der Ainu als auch Objekte aus Ryûkyû.

In den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts, der Zeit der Industrialisierung in Japan, sammelten Japanologen und Ethnologen Gegenstände zur traditionellen Volkskultur und Bodenbaugeräte. Sie stellen bereits ein wichtiges historisches Dokument dar.

Im Verhältnis hierzu sind die Sammlungen zu China nicht so homogen angelegt worden. Die frühen Sammlungen aus China gehen auf Weltreisende des 19. Jahrhunderts zurück bzw. sind Consul-Sammlungen (dies trifft auch für Korea zu). Die Sammlungstätigkeit fand hauptsächlich in den großen Städten der Küstenregion statt, bzw. deckt den Südwesten und Nordwesten Chinas ab. Vor einigen Jahren konnte das Museum eine große Sammlung zum Personenkult um MAO Zedong erwerben, die in die Zeit der Kulturrevolution zu datieren ist (1966 – 1976).

Der Schwerpunkt der Sammlung Ostasien (China, Korea, Japan) liegt bei Kunstobjekten und Ethnographica aus Japan. Ca. 40% der Objekte, die der Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este aus seiner Weltreise 1892/93 gesammelt hat, entfallen auf den Sammlungsbereich Ostasien.

Die Sammlungstätigkeit fand hauptsächlich in den großen Städten der Küstenregion statt, bzw. deckt Südwest-China (Slg. Gebauer, Handel-Mazetti) und Nordwest-China (Troll) ab.

Im Rahmen der Schamanismusausstellung 1998/99 wurde ein koreanischer Schamanenaltar erworben.

Weitere Sammlungen & Abteilungen