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Ozeanien und Australien

30.000 Gegenstände erzählen von der Alltags- und Ritualwelt Polynesiens, Melanesiens, Mikronesiens und Australiens.

Über die Sammlung

Federarbeiten aus Hawaii, die James Cook auf seinen Entdeckungsreisen gesammelt hat, Artefakte der Maori aus Neuseeland, ein mit Nautilusschalen verzierter Prunkschild von den Salomonen, umfangreiche Sammlungen aus Neuguinea sowie australische Bumerangs, Dotpaintings und Didgeridoos, um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

Die Objekte dokumentieren die hervorragenden handwerklichen Fähigkeiten und künstlerischen Leistungen der Pazifikbewohner sowie deren außerordentliche Kreativität bei der Gestaltung von Lebensräumen, Sozialorganisationen und Weltbildern. Eindrucksvoll illustrieren Bootsbau, Architektur, Kleidung, Gebrauchsgegenstände, Wert- und Ritualobjekte regionale Traditionen, aber auch materielle Innovationen und kulturelle Reformen, die durch Fremdeinflüsse, Tausch- und Handelsbeziehungen, Kolonisation und Mission, Kriege und Eroberungen, nationale Widerstandsbewegungen und politische Unabhängigkeit entstanden sind.

Forschungsprojekte der Sammlung

Kontakt

+43 1 534 30-5052
info@weltmuseumwien.at

Die Geschichte der Sammlung

Die unermüdliche Sammelleidenschaft europäischer Weltreisender, Naturforscher, Kolonialbeamter, Missionare, Ärzte, Diplomaten und Kunstmäzene, aber auch der innovative Wissenschaftsgeist und die eindrucksvollen Forschungsergebnisse österreichischer Kultur- und Sozialanthropologen spiegeln sich in den Sammlungen der Pazifik-Abteilung wider. Viele Objekte dokumentieren die pazifische Kultur zur Zeit der Kontaktnahme Europas bis hin zur Gegenwart und sind Bedeutungsträger von hohem wissenschaftlichen Wert.

Eine der ältesten ethnographischen Sammlungen des Weltmuseums Wien geht auf die Entdeckungsreisen des britischen Seefahrers James Cook (1728-1779) zurück; der Ankauf der 238 Gegenstände erfolgte im Jahr 1806 bei einer Museumsauktion in London.

Von 1877 bis 1889 bereiste der österreichische Naturforscher Andreas Reischek (1845-1902), Neuseeland. Seine Sammlung umfasst 467 kulturgeschichtlich bedeutende Maori-Artefakte.

Die erste Weltumsegelung von Österreichern auf der Fregatte Novara (1857-1859) erweiterte den Museumsbestand um 130 Gegenstände aus der Südsee, von denen ein mit Nautilusschalen verzierter Prunkschild von den Salomonen weltweite Beachtung gefunden hat.

Eine akribisch dokumentierte Sammlung von 1.600 Objekten aus Melanesien und Mikronesien stammt vom deutschen Zoologen und Ethnologen Otto Finsch (1839-1917).

Rund 2.000 Südsee-Inventarnummern gehen auf die Weltreise des Kreuzers „Kaiserin Elisabeth" (1892-1893) zurück, an der Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este teilnahm.

Von einer Forschungsexpedition nach Neuguinea (1904-1906) kehrte der Wiener Arzt und Anthropologe Rudolf Pöch (1870-1921) mit 3.800 ethnographischen Gegenständen sowie umfangreichem Ton-, Photo- und Filmmaterial zurück; im Jahr 1919 wurde er mit der Einrichtung der ersten Lehrkanzel für Anthropologie und Ethnographie an der Universität Wien betraut.

Durch zahlreiche Feldforschungen des Wiener Ethnologen und Museumskurators Hanns Peter (1931-1993) in den Jahren 1969 bis 1992 wurden die Neuguinea- und Australienbestände des Museums nochmals maßgeblich erweitert. Die Australien-Sammlung umfasst insgesamt 860 Gegenstände, u. a. viele unterschiedlich gestaltete Formen von Wurfhölzern und Bumerangs, Speerschleudern, Schilde, Keulen, Traggefäße, Klangstäbe und Didgeridoos sowie zeitgenössische Rindenmalereien und Dotpaintings.

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