vor 1928 | Emma von Luschan
Hemd und Hose, von armenischen Frauen getragen. Rohleinwand mit gesticktem Blumenmuster un Gold und bunter Seide. Auf der Hose mit Stofftinte in armenischer Schrift: SCHEHREKIAN Mhi (= Mahdesi) HAGOP (mahdesi = Titel von Jerusalem-Pilgern). Auf dem Hemd die Buchstaben Dzah [?, ?; 50] - Pen [?, ?; 6], die zusammen den Zahlenwert 56 haben. Interpretation: Hemdstoff als Mitbringsel eines Pilgers für seine Frau (A. Janata).
Ausstellungstext (Wer hat die Hosen an, Barbara Poenighaus-Matuella)
Die bestickte Baumwollhose zeigt ausgewaschene Blutflecken. Das Thema Menstruation hat leider noch immer mit kulturellen Tabus, mangelnden Informationen und schlechter Hygieneversorgung zu tun. Nicht nur in Ländern des Globalen Südens. Das führt oftmals zu Benachteiligungen bei Schulbildung und Beruf. Höchste Zeit für ein Ende diskriminierender Praktiken und künstlicher Erregung. Stattdessen mehr fundierte Informationen für alle. Das wäre für mehr als die halbe Weltbevölkerung ein großer Fortschritt
Sammler/in:
Emma von Luschan (1864 - 1941 Millstatt) DNBarrow_outward
Zeit:
vor 1928
Kultur
Armenier
Material/Technik:
Leinen, Leinwandbindung, Stickerei; Handnähte
Maße:
B (max) 159 cm × H 87 cm; Bundbreite 77 cm
Bildrecht
Weltmuseum Wien
Sammlungsbereich
Nordafrika, Vorder- und Zentralasien, Sibirien
Geographie
Westasien/Kleinasien/Türkei
Inv. Nr.
121720_b
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