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Tokwi

Erste Hälfte des 20. Jh. | Reinhold Mittersakschmöller

Eine quadratische Batik dient als Tokwi, ein Altartuch, das von den chinesischen Peranakan für den Altartisch verwendet wird. Der Tisch ist mit buddhistischen Figuren, Kerzen, Ölen, Räucherstäbchen, Früchten und als Opfergaben verschiedenen Tieren aus drei „Welten“, darunter Huhn, Schwein und Fisch, geschmückt.

 

Das Tuch zeigt Darstellungen aus der chinesischen Mythologie. Im rotgrundigen Hauptfeld befindet sich ein Zentralmedaillon mit einem Löwe (singa barong). Es ist umgeben von vier kleinen Fo-Hunden mit Ball. Außerdem sind verschiedene Blumen und kleinere Motive zu sehen. Über dem Hauptfeld befindet sich ein Band mit acht Figuren, von denen die meisten einen Bart tragen. Es handelt sich um die acht chinesischen Unsterblichen, die Taoisten.

 

Der Begriff Peranakan bedeutet ursprünglich „Kind eines Fremden mit einheimischer Mutter“. Heute bezeichnet der Begriff Migranten und Migrantinnen, die bereits in der zweiten Generation in Singapur leben.

Zeit:
Erste Hälfte des 20. Jh.

Material/Technik:
Synthetik u.a.

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Insulares Südostasien

Inv. Nr.
179021

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