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Der Ahnenaltar ist der heiligste Ort in jedem Haus. Unabhängig von Glaubensrichtung und Weltanschauung spielt die Verehrung der Ahnen eine wichtige - wenn nicht die wichtigste - Rolle im geistigen Leben der Vietnamesen. Für sie sind die Lebenden nicht von den Toten getrennt; vielmehr weilen in jeder Familie die Seelen der Vorfahren am Ahnenaltar. Der wichtigste und größte Altar steht meist im Haus des ältesten Sohnes, aber auch die jüngeren Söhne haben zumindest einen kleinen Altar mit den Fotografien der Toten und all den Dingen als Opfergaben, die den verstorbenen Vorfahren im Leben geschätzt haben. Hier werden die Toten mit wiederholten Opfern am ersten und fünfzehnten Tag jedes Monats nach dem Mondkalender, am Jahrestag des Todes und zum Neujahrsfest verehrt. Die Ahnen werden über alle familiären Angelegenheiten informiert. Sie teilen alle Freuden, aber auch Leiden mit den Lebenden.Familien bitten ihre Ahnen oftmals auch um Beistand vor großen Unternehmungen wie dem Bau eines neuen Hauses, einem Geschäftsabschluss oder der Planung einer Hochzeit.

Sammler/in:
Christian Schicklgruber DNBarrow_outward
Kultur
Viet
Material/Technik:
Holz
Bildrecht
Weltmuseum Wien
Sammlungsbereich
Süd-, SO-Asien, Himalaya
Geographie
Südostasien/Festland/Vietnam/Phu Tho
Inv. Nr.
180104



















