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miṣbāḥ (məṣbāḥ) / maṣābīḥ

um 1890 | Emil Benedikt

Auf dem Land wurde die Keramik von Frauen im Rahmen ihrer gewöhnlichen Hausarbeit und primär für den Eigenbedarf der Familie hergestellt. Sie unterscheidet sich in sozioökonomischer Hinsicht grundsätzlich von den städtischen Drehscheibenarbeiten. Diese wurden ausschließlich von männlichen Töpfern, spezialisierten, in Zünften organisierten Handwerkern, hergestellt und verkauft. Die von den Dorf-Frauen im Hausfleiß ohne Töpferscheibe in Wulst-Aufbautechnik hergestellten, teilweise mit Ockerschlick engobierten, im offenen Feuer gebrannten und abschließend im heißen Zustand mit Bitumen dekorierten Gefäße wurden ausschließlich im Tausch gegen Naturalien, wie Hülsenfrüchte oder Getreide, deren Menge dem Volumen des gewünschten Gefäßes entsprach, verhandelt. Auf dem Land sind die Kenntnisse über die handmodellierte Keramik mittlerweile nahezu in Vergessenheit geraten.

Sammlung:
Emil Benedikt

Künstler/in:
Franz Xaver Ritter von Höhnel (1852 Zombor (Slowakei) - 1920 Wien) DNB

Zeit:
um 1890

Material/Technik:
Terracotta, Pigmente, Schellack

Maße:
H. 46 cm, B. 40 cm und H. 49 cm, B. 43 cm

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Inv. Nr.
123213 und 123214

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