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Diese meist aus Zypressenholz gefertigten Fächer, genannt yokome-ōgi, wurden bei formellen Anlässen am Kaiserhof oder von jungen Mitgliedern des Hofadels bis zum Alter von 15 Jahren getragen. In der Neuzeit wurden sie neben dem Kaiser, dem Prinzen und den Söhnen des Hofadels auch von jungen Kammerdienern verwendet. Der abgebildete Fächer zeigt auf der Vorderseite eine überaus farbenprächtig dargestellte Szenerie aus Kiefern, Bambus und Zwetschkenbäumen und zwei darüber fliegende Kraniche sowie eine am Flussufer sitzende Schildkröte, die mit goldenen Wolken komplementiert wird. Auf der Rückseite sind in Linienzeichnung rote, blaue und grüne Vögel und Schmetterlinge abgebildet, die zwischen goldenen Wolken fliegen. Vorder- und Rückseite zeigen ein für ein yokome-ōgi typisches Design. Von den beiden Heftzwirnen an den äußeren Rippen des Fächers hängen in nina-musubi geflochtene Zierbänder in Rot, Grün, Blau, Violett, Weiß und Rosa herab. Für gewöhnlich waren an diesen Zierbändern zusätzlich noch aus Seidengarn gefertigte Zierblumen in Form der Zwetschkenblüte, Kiefernblüte oder tachibana-Blüte (wilde Mandarine) angebracht, doch dürften diese verloren gegangen sein. In manchen Fällen waren auf der Vorderseite Zierbeschläge aus Metall in Form von Schmetterlingen und auf der Rückseite in Form von Vögeln montiert, die bei diesem Fächer vermutlich ebenfalls abhandengekommen sind. (KS)

Sammler/in:
Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) DNB

Material/Technik:
Holz, Seide, Malfarben, Vergoldung

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Ostasien

Geographie
Ostasien/Japan

Inv. Nr.
33133

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