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1890 oder früher | Franz Heger
Drei Teeschalen, glasierte Irdenware, weiße Engobe, außen rote und manganbraune (bei c violette) Malerei (auf der Wandung jeweils 4 Ovalmedaillons mit stilisiertem Blattdekor) unter transparenter Glasur. "Unter den Keramiken des 18. bis 20. Jh. lassen sich vier verschiedene Stile erkennen. Zum einen ein ganz klar eigenständiger Stil mit Motiven, die sich in der lokalen Tradition teilweise sehr weit zurückverfolgen lassen. Zum anderen ein sinisierender Stil. Zwischen beiden gibt es mehr oder minder gelungene Mischungen. Der dritte Einfluß scheint mir auf die spätosmanische Türkei hinzuweisen. Es lassen sich bestimmte Parallelen zu Keramiken aus Kütachya [sic!] feststellen und sehr selten iranische Einflüsse." (Johannes Kalter, Keramiken des 18. bis 20. Jahrhunderts, in: J. Kalter / M. Pavaloi (Hrsg.), Usbekistan. Erben der Seidenstrasse, Stuttgart: Mayer, 1995, S. 333-336. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden die teureren chinesischen Trinkschalen zunehmend durch billigere aus Russland importierte Porzellanschalen verdrängt. Die heimische Töpferproduktion kam fast völlig zum Erliegen.
Eintrag im Originalinventar: "Drei Teeschalen, flach, mit niedrigem Standring. Innen mit rosastichiger Glasur, außen auf demselben Grund Blattmuster (stilisiert) in rot und braun (bei c violett) umrahmten Feldern. Alle mehrfach geklebt, teilweise ergänzt, aufgesplitteter Rand. Durchmesser: 9 cm, Höhe: 3,5 cm. Turkestan

Sammler/in:
Franz Heger (1853 Brandeis - 1931 Wien) DNBarrow_outward
Zeit:
1890 oder früher
Zugangsdatum:
1890
Kultur
Usbekistan
Material/Technik:
Keramik, Pigment
Maße:
a) H. 4 cm; Dm. 9 cm
b) H. 3,8 cm; Dm. 8,8 cm
c) H. 3,8 cm; Dm. 8,8 cm
Bildrecht
Weltmuseum Wien
Sammlungsbereich
Nordafrika, Vorder- und Zentralasien, Sibirien
Geographie
Zentralasien/West-Turkestan/Usbekistan
Inv. Nr.
96138_a_c
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