Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Kontakt springen Zur Suche springen Zur Suche springen Zum Footer springen

Dieser Wasserkessel hat die Form eines takarabukuro (Schatzbeutel), in dem man seine Reichtümer verstauen kann. In detailgetreuer Ausgestaltung ist hier sogar die Gewebetextur eines Beutels aus Leinenstoff nachgebildet. Am Deckel sitzen, mit einem Messingring versehen, das Glücksjuwel, das einem alle Wünsche erfüllt, und das Türschloss zur Schatzkammer, außerdem noch kostbare hōkan (Schriftrollen), in denen tiefste religiöse Geheimnisse aufgezeichnet sein sollen. Die Ösen, über die der bogenförmige Henkel – hier als sogenannter mokkozuru (etwa: Quittenblütenhenkel) von außen eingekerbt – am Korpus befestigt ist, tragen die Form des magischen Hammers, dessen Schlag einem alle Dinge besorgt, die man sich wünscht. Schatzbeutel, Glücksjuwel, Türschloss, Schriftrollen und Hammer zählen gemeinsam zum Motiv des Schatzsortiments (takara-zukushi), einer Sammlung von Gegenständen, die allesamt Glück und Wohlstand bescheren sollen. Der Hals ist doppelt umwickelt mit einer Kordel, die an beiden Enden mit einer großen Quaste abschließt und auf einer Seite zu einer Schleife verknotet erscheint. Den Deckel schmückt gleichfalls eine Kordel. Solche Wasserkessel nach Art eines Schatzbeutels scheinen recht populär gewesen zu sein. So sind aus der Meiji-Periode ähnliche Beispiele von Künstlern wie Ryūbundō oder dem in dessen Tradition stehenden Hata Zōroku aus Kyōto und Kakutani Minosuke aus Ōsaka bekannt. (HK)

Sammler/in:
Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) DNB

Material/Technik:
Eisen, Silber

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Ostasien

Geographie
Ostasien/Japan

Inv. Nr.
32768_ab

Weiterstöbern Ähnliche Stücke, die Sie interessieren könnten