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Buddha, Auszug aus dem Palast

2./3. Jahrhundert n. Chr. | A. K. Süß-Lindert

Drei Szenen aus der Lebensgeschichte des historischen Buddhas sind in chronologischer Ordnung übereinander dargestellt. Er wurde als Prinz in einem kleinen nordindischen Königreich geboren, und schon bei der Geburt zeichneten wundersame Geschehnisse den Knaben als Heiligen aus. Im jugendlichen Alter erkannte er, dass ihn die religiösen Lehren seiner Zeit nicht aus dem Kreislauf der Wiedergeburten befreien konnten, der in Indien damals zum gängigen Verständnis vom menschlichen Schicksal gehörte. Er brach mit seinem fürstlichen Leben und führte fortan ein Dasein als Wandermönch. In langer meditativer Versenkung erlangte er die Erleuchtung, die den Ausweg aus dem Kreislauf der Existenzen wies. Bis zu seinem Lebensende instruierte er eine schnell wachsende Anhängerschaft. Erst viele Jahrhunderte später wurden seine Lehrreden schriftlich aufgezeichnet.

Ganz oben sieht man die wundersame Geburt des Buddha, bei der er aus der Seite seiner Mutter Maya steigt und vom indischen Gott Indra in Empfang genommen wird. Die mittlere Szene zeigt ihn zwischen zwei Dienern in der Haltung der "königlichen Gelassenheit" im Moment seiner Entscheidung, dem weltlichen Leben zu entsagen. In der untersten Szene verlässt Buddha auf seinem Lieblingspferd Kanthaka den Palast, um nach dem Entkommen aus dem Kreislauf der Wiedergeburten zu streben. Begleitet wird er von einem Diener mit Bogen und dem Bodhisattva Vajrapani.

Zeit:
2./3. Jahrhundert n. Chr.

Objektbezeichnung
Relief

Material/Technik:
Schiefer

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Inv. Nr.
166642

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