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Fadenkreuz (tib.: mdo, nam mkhah)
mdo, nam mkhah
20. Jahrhundert | René Nebesky-Wojkowitz
Große Fadenkreuze werden von im Himalaya praktizierten Schulen des Buddhismus vor Kultplätzen, Tempeleingängen oder bei religiösen Tänzen zur Fernhaltung religionsfeindlicher Kräfte oder böser Geister aufgestellt. In dieser Bedeutung werden sie „mdo“ genannt.
Das 3-stufige Fundament stellt den „Weltberg“ (ri rab lhun po) dar. Im Einklang mit schamanistischen Vorstellungen wächst auf diesem „Weltberg“ der „Weltenbaum“, die zentrale Achse als Träger vieler kleiner Fadenkreuze. Die tibetische Bezeichnung dieser Achse „srog shing“ kann mit „Lebensbaum“ übersetzt werden.
In einer anderen, widersprüchlich erscheinenden Verwendungsweise werden solche Gebilde „nam mkhah“ genannt. Als solche bieten sie Gottheiten in himmlischen Palästen einen Aufenthaltsort.

Sammler/in:
René Nebesky-Wojkowitz (1923 Groß-Hoschütz - 1959 Wien) DNBarrow_outward
Zeit:
20. Jahrhundert
Objektbezeichnung
Fadenkreuz
Kultur
Nepal
Material/Technik:
Holz, Wollfäden
Bildrecht
Weltmuseum Wien
Sammlungsbereich
Süd-, SO-Asien, Himalaya
Geographie
Südasien/Himalaya/Tibet
Inv. Nr.
134460_1_29



















