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Körpertuch
Rote Linien teilen das weiße Mittelband in drei Abschnitte: Sie bezeichnen das Leben eines Knaben bei seinen Eltern, dasjenige des Jugendlichen und seine Zeit im Männerhaus (Morung) sowie schließlich das Dasein als erwachsener Familienvater. Die gekrümmten Linien stehen für die Hörner der bei Festen geschlachteten Rinder, die Rhomben zwischen ihnen für die dabei geleerten Reisspeicher. Mit den Mustern dazwischen wird auf Krieger verwiesen, die Feinde getötet und alle damit verbundenen Vorschriften befolgt haben. Früher mussten die Träger solcher Tücher Kopfjäger sein, heute ist ein akademischer Abschluss die Voraussetzung.

Sammler/in:
John Douglas Marshall
Objektbezeichnung
Körpertuch
Kultur
Nagaland / Chang
Material/Technik:
synthetische Fasern Leinwandbindung Maschinstickerei Fransen aus Kettfäden - gedreht
Bildrecht
Weltmuseum Wien
Sammlungsbereich
Süd-, SO-Asien, Himalaya
Inv. Nr.
189105



















