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Körpertuch
Jedes rote Rechteck symbolisiert eine Blume; die Tikhir Naga bezeichnen deshalb ein solches Tuch, das nur von Frauen getragen wird, als „Blumentuch“. Die gelben Streifen in der Mitte der Blumen stehen für die Blütensamen, als welche die Töchter einer Familie verstanden werden. Jede Frau darf ihren Gatten nicht aus ihrem eigenen Klan wählen, er muss vielmehr aus einem anderen Klan stammen. Diese Grenze meinen die drei Streifen als Zeichen für die drei Flüsse, die von einer Braut symbolisch überschritten werden müssen. Sobald sie verheiratet sind, tragen die Frauen Tätowierungen an den Waden, wie sie hier als rote Zickzackmuster zu sehen sind. Die Mutter webt dieses Tuch für ihre Tochter, die eines Tages damit zugedeckt begraben wird.

Sammler/in:
John Douglas Marshall
Objektbezeichnung
Körpertuch
Kultur
Nagaland / Thikir
Material/Technik:
Synthet. Garne
Bildrecht
Weltmuseum Wien
Sammlungsbereich
Süd-, SO-Asien, Himalaya
Inv. Nr.
189104



















