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Kopftuch
Aus schwerer Seide gewebtes und mit Gold- und Silberfäden lanciertes und broschiertes viereckiges Tuch (kasrawaniyye oder homsiyye) von violetter (an den Längsseiten grüner) Grundfarbe. An den Längsseiten lange geknüpfte Fransen. In unterer Querbordüre links 2 Löwen und eine Zypresse als Motiv (Signet des Meisters?). Abschlußbordüre grün, 2 Webkanten, 2 gesäumte Kanten mit 23 bzw. 24 langen dünnen, goldumwundenen Kettfransen mit Quastenende (schwarz), 4 äußerste Quastenreihen mit Metallfadenwicklungen, Knoten und Glasperlen verziert.
Material/Technik: Seide, Köper; K schwarz, S violett bzw. grün, Lancé- bzw. Broschéschuß: Metallfaden (Silberlahn [einst vergoldet?] um orange Seidenseele, relat. schütter gewickelt); Glasperlen. Maße (in cm): H (mit Fransen) 191; B (Webbreite) 131; H (Gewebe) 120.
Gebrauchsspuren. Von Männern und Frauen als Kopftuch verwendet. “
Anmerkung der Sammlerin: die beiden Tücher [Inv.Nrn. 176.545-546], “kassrawan”, violett/silber gewoben, wurden von Kurden getragen. Die Herkunft der Textilien ist Libanon, sie werden jedoch zum Teil noch im Osten von Syrien, Ain al A‘Arab, Gegend von Jarablus, getragen. Ca. 50 Jahre alt. In Damaskus erworben.
Lit.: Margareta Pavaloi, Textile Geschichten, in: Kalter, Pavaloi, Zerrnickel, Syrien. Mosaik eines Kulturraumes. Suttgart: Linden-Museum 1991, S. 221-231, insb. S. 222, 227 mit Abb.

Sammler/in:
Bettina Leopoldo
Sammler/in:
Leonardo Leopoldo
Zugangsdatum:
1995
Kultur
Kurden
Material/Technik:
Seide, Gold- und Silberfäden
Maße:
L. 191 cm, B. 131 cm
Bildrecht
Weltmuseum Wien
Sammlungsbereich
Nordafrika, Vorder- und Zentralasien, Sibirien
Inv. Nr.
175545
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