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Tuch

Aus schwerer Seide gewebtes und mit Metallfäden lanciertes und broschiertes annähernd viereckiges Tuch (kasrawaniyye) von schwarzer Grundfarbe. Vgl. InvNrn. 175.547 u. 175.478. Vergleichsweise sparsame Metallbroschierung: relativ schmaler rechteckiger Rahmen um das Mittelfeld sowie Lancé-Streifen. Am oberen und unteren Rand je ein roter Schußstreifen; ringsum mit bunten, teilweise Picots-verzierten Schlingstichen eingefaßt, wobei die Webkanten ca. 1 cm umgesäumt wurden. Ursprünglich an den vier Ecken je eine geflochtene Kettfranse mit Quastenende (zwei sind vollständig, zwei abgerissen).

 

„Die Tücher werden [in Homs] ausschließlich für die Bauern aus den umliegenden Dörfern und die Nomaden produziert, bei denen sie als traditionelle Kopfbedeckungen noch häufige Verwendung finden (...). Die Tücher werden hauptsächlich von Frauen benutzt, aber anläßlich familiärer Ereignisse oder von Dorffesten werden sie auch von Männern getragen” (Pavaloi: 229). Von der Sammlerin in Damaskus erworben. Anm. der Sammlerin: Die Textilien [Inv.Nrn. 176.547-549] stammen ursprünglich aus dem Libanon, sie sind manchmal noch im Süden von Syrien zu sehen, in der Gegend von Safire. Ungefähr 50 Jahre alt.

 

Lit.: Margareta Pavaloi, Textile Geschichten, in: Kalter, Pavaloi, Zerrnickel, Syrien. Mosaik eines Kulturraumes. Suttgart: Linden-Museum 1991, S. 221-231, insb. S. 222, 228 f. mit Abb.

Sammler/in:
Bettina Leopoldo

Sammler/in:
Leonardo Leopoldo

Material/Technik:
Seide, Metallfäden

Maße:
L. 154 cm, B. 130 cm

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Inv. Nr.
175549

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